Einhundertster Todestag
der letzten Deutschen Kaiserin und Königin von Preußen – Auguste Viktoria

Sie habe von der Revolution geträumt, schrieb die Monarchin ihrem Mann Kaiser Wilhelm II., bald nach dessen Thronbesteigung. Die Furcht davor begleitete sie offenbar ein Leben lang.

Am Beginn ihres Lebens stand der erzwungene Thronverzicht ihres Vaters, Herzog Friedrichs VIII. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, als Regent der vereinigten Herzogtümer von Schleswig und Holstein. Dieses Kindheitstrauma ließ die spätere Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen nie mehr los. Dieses Ereignis erklärt mit Sicherheit auch ihre erzkonservative, tief religiöse Lebenseinstellung und das rastlose Engagement, mit der sie zur wichtigsten moralische Stütze des Thrones ihres Mannes werden sollte.

1858 in Dolzig (ehemals Niederlausitz) geboren, wuchs Auguste Viktoria in Kiel, Gotha und Primkenau (heute Schlesien) auf. 1880 verlobte sie sich mit dem Enkel Kaiser Wilhelms I., Prinz von Preußen. Das Paar heiratete ein Jahr später mit großem Pomp in Berlin. Obwohl „Dona“, wie sie im Familienkreis genannt wurde – ihre private Korrespondenz unterschrieb stets mit „Victoria“ – eine Großnichte der britischen Königin Victoria war, wurde ihre Ebenbürtigkeit mit ihrem Ehemann, der einmal Deutscher Kaiser und König von Preußen werden sollte, zunächst angezweifelt. Die Geburt mehrerer Söhne und die damit verbundene Sicherung der Dynastie stärkte ihre Position jedoch sehr.

Bereits vor dem Regierungsantritt Wilhelms II. 1888 übernahm sie die Patronage über eine Reihe mildtätiger Vereine. Überhaupt sollte die Wohlfahrt der Bevölkerung zum zentralen Thema ihres dreißigjährigen, öffentlichen Wirkens werden. Die ungelöste soziale Frage während der letzten Jahre der Bismarck-Ära glaubte die Kaiserin in Unterstützung der Politik ihres Mannes zu begegnen, durch ein umfassendes Kirchbauprogramm, Verbesserung von Lebens- und Erwerbsbedingungen der Arbeiterschaft – hier vor allem der Frauen – und Reduzierung der im Kaiserreich ungewöhnlich hohen Kindersterblichkeitsrate. In der Bewältigung dieser Probleme sah Auguste Viktoria einen wesentlichen Beitrag für den Zusammenhalt von Altar, Thron und Volk.

In der Bewahrung der Königsmacht sah sie ihre Mission, der sie alles, auch sich selbst, bedingungslos unterordnete.

Die leidenschaftliche Mutter und aufopferungsvolle Ehefrau wurde zu einem wichtigen nationalen Symbol und genoss in den letzten Regierungsjahren Wilhelms II. eine wesentlich größere öffentliche Popularität als ihr Ehemann. Obwohl sie nach der Daily Telegraph Affäre 1908 einen immer größer werdenden politischen Einfluss genoss, war gerade sie es, die sich einer Demokratisierung des Kaiserreichs verschloss und eine Verständigung mit Großbritannien, Russland, Italien und Dänemark zumindest erschwerte.

Nach der Revolution am 9. November 1918 war ihr Wunsch groß, das Exil in Holland mit ihrem Mann zu teilen. Sie erkannte jedoch nicht, dass gerade durch ihren Weggang jeder Restaurationsgedanke in Deutschland von vornherein zum Scheitern verurteilt war.

Das öffentliche Echo auf ihre Beisetzung im Antikentempel im Park von Sanssouci am 16. April 1921 offenbart, wie groß ihre Popularität in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch war.

Eine Popularität, welche die Kaiserin im November 1918 ungenutzt ließ.

Stefan Schimmel, Kurator

 

1921

11. April 1921

Heute vor genau 100 Jahren

Kaiserin Auguste Victoria, Gemahlin Kaiser Wilhelms II., stirbt im Alter von 62 Jahren im niederländischen Exil Haus Doorn

Neuigkeiten

Aktuelle Ereignisse um das Haus Hohenzollern

Häufig gestellte Fragen

Erläuterungen zu den aktuellen Diskussionen

Das Haus Hohenzollern gehört zu den bedeutendsten Dynastien des Hochadels in Europa. Die Familie wurde bereits im Jahre 1061 erstmals erwähnt. Die Stammburg der Familie ist die Burg Hohenzollern im Zollernalbkreis (Baden-Württemberg). Heute besteht das Haus Hohenzollern aus einer königlich-preußischen Linie Linie und einer fürstlich-schwäbischen Linie. Die Mitglieder der königlich-preußischen Linie tragen seit 1919 den Nachnamen Prinz oder Prinzessin von Preußen. Die Mitglieder der fürstlich-schwäbischen Linie tragen den Nachnamen Prinz oder Prinzessin von Hohenzollern, das Oberhaupt der fürstlich-schwäbischen Linie den Nachnamen Fürst von Hohenzollern. Als Kurfürsten von Brandenburg (ab 1415), Könige von Preußen (ab 1701) und Deutsche Kaiser (ab 1871) trug die Familie über 500 Jahre lang große politische Verantwortung in Europa. Seit 1994 ist Georg Friedrich Prinz von Preußen Chef des Hauses Hohenzollern. Ein politisches oder öffentliches Mandat ist mit dem Chef des Hauses Hohenzollern nicht verbunden und wird auch nicht angestrebt. Vielmehr vertritt Georg Friedrich Prinz von Preußen die Belange der Familie nach Außen. Georg Friedrich Prinz von Preußen ist Ururenkel des letzten Königs von Preußen und Deutschen Kaisers Wilhelm II. (1859–1941) und direkter Nachfahre der britischen Königin Victoria.

Nach der Gründung der Weimarer Republik verständigte sich das preußische Königshaus im Jahr 1926 mit der Regierung des Freistaates Preußen, welche Teile des bisherigen Kronvermögens an den Staat gehen und welche Teile als Privatbesitz beim Haus Hohenzollern verbleiben würden. Die Einigung wurde im Jahr 1927 mit den Stimmen der SPD vom Preußischen Landtag per Gesetz angenommen. Dies ist die Geburtststunde der privaten Kunstsammlung des Hauses Hohenzollern, die der jeweilige Chef des Hauses Hohenzollern für die Familie verwaltet. Über 15.000 teils bedeutende Kunstwerke mussten die Urgroßeltern und die Großeltern von Georg Friedrich Prinz von Preußen im Jahr 1945 bei ihrer Flucht in den Westen Deutschlands in der Sowjetischen Besatzungszone und Ost-Berlin zurücklassen. Teile der Sammlung wurden zeitweise von der sowjetischen Besatzungsmacht außer Landes gebracht, andere Teile wurden im Zuge der so genannten Bodenreform ohne Gerichstverfahren enteignet. Weitere Enteignungen erfolgten durch die DDR. Seit dem Mauerfall stehen staatliche Stellen und die Betroffenen bzw. ihre Erben vor der Aufgabe, die Folgen der Enteignungsaktionen zu klären. Das gilt auch für die Familie von Georg Friedrich Prinz von Preußen. Dazu wurden während und nach der Wiedervereinigung Deutschlands rechtliche Regelungen getroffen. Sie stehen im Vermögensgesetz von 1990 (VermG) und im Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz von 1994 (EALG). Das Gesetz unterscheidet zwischen unbeweglichen Gütern wie Immobilien und beweglichem Eigentum, worunter auch Kunstgegenstände fallen.
Seit der Wiedervereinigung haben Tausende von Bürgerinnen und Bürgern, deren Familien Opfer von Enteignungen geworden waren, ihr Eigentum zurückerhalten. Auch der Großvater des Chefs des Hauses Hohenzollern, Dr. Louis Ferdinand Prinz von Preussen (1907-1994) hat auf Basis der gesetzlichen Grundlagen das vorgeschriebene Rückübertragungsverfahren in Gang gesetzt. Das Thema ist allerdings derart komplex, dass auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch keine abschließende Klärung erreicht werden konnte.

Hier wird unterschieden zwischen Immobilien und Mobilien, also beweglichen Gegenständen, wie beispielsweise Mobiliar und Kunstgegenständen. Bei Immobilien bzw. Nutzflächen sieht das EALG bestimmte Ausgleichsleistungen nach einem speziellen Berechnungsschlüssel vor. Berechnungsgrundlage für die ggf. zu leistende Entschädigung ist demnach nicht der heutige Verkehrswert der enteigneten Immobilie; vielmehr wird von amtlicher Seite der Einheitswert von 1935 zugrunde gelegt. Im Falle der enteigneten Immobilien der Familie von Georg Friedrich Prinz von Preußen liegt dieser Einheitswert im Land Brandenburg bei etwa 42 Mio. DM. Auf Grund der gesetzlichen Regelung geht es aber weder um einen Ausgleich in Höhe des Einheitswertes noch um den Verkehrswert, der den Einheitswert um ein Vielfaches übersteigen würde. Aus dem Gesetz ergibt sich ein rechnerischer Anspruch auf Ausgleichsleistungen in Höhe von 1,2 Mio. €. Hierbei handelt es sich um einen von der zuständigen Behörde ermittelten Betrag. Darüber hinaus eröffnet das Gesetz für die Enteigneten die Möglichkeit, land- und forstwirtschaftliche Flächen zurück zu erwerben. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Flächen nicht bereits von staatlicher Seite veräußert worden sind.

Das Gesetz von 1994 sieht außerdem die Rückgabe von enteigneten, beweglichen (mobilen) Gütern vor. Zu mobilen Gütern zählen unter anderem wertvolle Möbelstücke und Kunstwerke. Sie müssen laut Gesetz generell an die Opfer der Enteignungen bzw. an deren Erben zurückgegeben werden.
Im Fall der Familie Hohenzollern geht es um die Zuordnung von rund 15.000 Kunstwerken, bei denen die Eigentumsfrage noch nicht abschließend geklärt ist. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass ein großer Teil davon entweder heute schon zum Eigentum der Hohenzollern gehört oder aber an die Familie zurückgegeben werden müsste. Einzelne Objekte würden nach den gesetzlichen Regeln vermutlich dem Staat zugesprochen werden. Eine Klärung jedes Einzelfalls würde erwarungsgemäß Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Daher hatte sich der Chef des Hauses Hohenzollern bereits 2014 mit seinen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartern auf staatlicher Seite darauf verständigt, einen Kompromiss zu erarbeiten. Georg Friedrich Prinz von Preußen hat sich dabei zu substantiellen Zugeständnissen bereit erklärt, um der historischen Verantwortung seiner Familie für unser gemeinsames Kulturerbe gerecht zu werden.

Nach Gründung der Weimarer Republik gab es eine mehrjährige Diskussion, was dem Privatvermögen des Hauses Hohenzollern zugerechnet werden solle. Nach der Abdankung Kaiser Wilhelms II. wurde zunächst das gesamte Vermögen der Familie beschlagnahmt. Erst im Jahre 1926 kam es zu einer Einigung zwischen dem Freistaat Preußen und dem Haus Hohenzollern, mit dem Ergebnis einer eindeutigen Aufteilung in staatliches Vermögen und Privateigentum der Familie. Im Rahmen eines Vertrages – in Gesetzesform mit den Stimmen der SPD durch den Preußischen Landtag bestätigt – wurde genau geregelt, welche Vermögensteile als staatliches Vermögen und welche als Privateigentum der Familie anzusehen sind. In der Folge wurden die als Privateigentum identifizierten Vermögensteile aus der Beschlagnahmung herausgegeben. Dies war der Beginn der noch heute bestehenden privaten Kunstsammlung des Chefs des Hauses Hohenzollern. Der überwiegende Teil dessen, was der Familie 1926 als Privateigentum zugesprochen wurde, lag auf dem Gebiet der späteren DDR, das nach der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zur Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde. Tausende Familien wurden in den Jahren 1945 bis 1949 Opfer von entschädigungslosen Enteignungen ohne Gerichtsverfahren, darunter auch die väterlichen Urgroßeltern und Großeltern von Georg Friedrich Prinz von Preußen. Die Hohenzollern verloren damals einen großen Teil ihres Privatvermögens. Nur ein kleiner Teil des Eigentums befand sich in den westlichen Besatzungszonen oder in West-Berlin und blieb damit der Familie erhalten.

Anders als mobile Güter wie Kunstwerke und Möbelstücke sieht das Entschädigungs- und Ausgleichsgesetz von 1994 (EALG) im Regelfall keine Rückgabe von entschädigungslos enteigeneten Grundstücken und Immobilien vor. Unter diese Regelung fallen auch die früheren privaten Schlösser des Hauses Hohenzollern, die nach dem Vermögensausgleich von 1926 zu Privateigentum der früheren Königsfamilie erklärt worden waren. Im Zuge eines Vergleichs hätte die staatliche Seite allerdings grundsätzlich die Möglichkeit, dem Chef des Hauses Hohenzollern Nutzungsrechte in Wohn- und Geschäftsimmobilien als Tausch gegen Kunstwerke anzubieten. In diesem Kontext hatte die Regierung des Landes Brandenburg bereits in den 1990er Jahren ein Wohnrecht auf Schloss Cecilienhof als Ausgleich für Zugeständnisse des Hauses Hohenzollern bei der Zuordnung von Kunstwerken ins Gespräch gebracht. Georg Friedrich Prinz von Preußen ist nicht an einem solchen Wohnrecht interessiert und hat dies auch mehrfach öffentlich deutlich gemacht.

Im Rahmen der Vergleichsgespräche wird diskutiert, welche der rund 15.000 Kunstwerke an die private Kunstsammlung des Chefs des Hauses Hohenzollern übertragen und welche Werke an die staatlichen Sammlungen gehen sollen. Dabei ist Georg Friedrich Prinz von Preußen offen für einen Tausch von Kunstwerken gegen andere Vermögenswerte. Ein Großteil der privaten Kunstsammlung wird derzeit auf der Burg Hohenzollern ausgestellt, die mit über 300.000 Besuchern pro Jahr zu den beliebtesten privaten Museen in Deutschland zählt. Es ist das Ziel von Georg Friedrich, Prinz von Preußen, dass seine private Kunstsammlung von möglichst vielen Kunstinteressierten aus aller Welt besichtigt werden kann. Dies gilt für die gegenwärtige Situation, in der die Besitzverhältnisse teilweise nicht abschließend geklärt sind, als auch für die Bestände nach einer Einigung.
Nicht zuletzt die persönlichen Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte hat die Idee bekräftigt, dass die Förderung des europäischen Gedankens zu den herausragenden Aufgaben der Gegenwart gehört. Die Familie Hohenzollern versucht dieser Verantwortung durch ihr Engagement in der Jugendarbeit, durch einschlägige Veranstaltungen, durch Ausstellungen bzw. Leihgaben an Einrichtungen in europäischen Nachbarländern und anderen Projekte gerecht zu werden.

Die Wirkung der preußischen Geschichte geht weit über die Grenzen der heutigen Bundesrepublik Deutschland hinaus. Betrachtet man den Wirkungsbereich der Hohenzollern auf der heutigen europäische Landkarte, stellt man fest, dass eine ganze Reihe europäischer Länder einen unmittelbaren Bezug zur preußischen Geschichte oder sogar eine preußische Vergangenheit haben. Durch die gezielte Förderung von Ausstellungsprojekten mit Leihgaben in Museen und Einrichtungen der europäischen Nachbarn möchte die Georg Friedrich Prinz von Preußen nicht zuletzt auch den europäischen Gedanken fördern. In diese Richtung zielt beispielsweise das bereits gestartete Hohenzollern-Netzwerk, das auch in Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen künftig europaweit erschlossen werden soll.

Für einen Teil der 15.000 Kunstgegenstände, deren Eigentumsfrage unklar ist, sind die Regelungen des EALG von 1994 maßgeblich. Falls dem Urgroßvater des Chefs des Hauses Hohenzollern, dem ehemaligen Kronprinzen Wilhelm von Preussen eine maßgebliche Rolle bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten nachgewiesen werden könnte, würde der unter das EALG fallende Anteil der Kunstgegenstände an die staatlichen Sammlungen fallen. Ob dem früheren Kronprinzen allerdings eine solche erhebliche Rolle vor Gericht nachgewiesen werden könne, ist unter Historikern umstritten. Während zwei von Georg Friedrich Prinz von Preußen beauftragte Historiker keinen erheblichen Beitrag des früheren Kronprinzen sehen, kommen andere Historiker zu gegenteiligen Ergebnissen. Ebenfalls ist unter Juristen strittig, ob 70 Jahre nach dem Tod von Wilhelm Prinz von Preussen (1951) die historische Schuldfrage noch juristisch geklärt werden kann, zumal keine Zeugen mehr leben. Gegen den früheren Kronprinzen war zu Lebzeiten nie wegen Gesetzesverstößen in der Weimarer Republik oder Verfehlungen während der NS-Herrschaft ermittelt worden. Der frühere Kronprinz hatte nach 1918 keinerlei politische Ämter inne und war auch kein Mitglied der NSDAP.
Georg Friedrich Prinz von Preußen begrüßt ausdrücklich eine kritische Befassung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit der Rolle seines Urgroßvaters Wilhelm und seines Großvaters Louis Ferdinand in der Zwischenkriegszeit. Das private Archiv des Hauses Hohenzollern steht zu diesem Zweck allen interessierten Forscherinnen und Forschern offen.

Die Pressefreiheit und die Freiheit der Wissenschaft sind für Georg Friedrich Prinz von Preußen wesentliche Säulen unserer pluralen demokratischen Gesellschaft. Sie stehen zurecht unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Daher unterstützen der Chef des Hauses Hohenzollern und seine Familie im Rahmen ihrer Möglichkeiten die wichtige Arbeit von Journalistinnen und Journalisten und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Dass Georg Friedrich Prinz von Preussen und Sophie Prinzessin von Preussen in Einzelfällen gegen eine vorsätzliche Verbreitung von Falschinformationen rechtlich vorgegangen sind, ändert nichts daran, dass sie eine kritische und ergebnisoffene Befassung mit der Geschichte ihrer Familie ausdrücklich begrüßen.

Im Februar 2014 hat sich Georg Friedrich Prinz von Preußen bereit erklärt, die ihn betreffenden offenen Eigentumsfragen in Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg außergerichtlich zu regeln. Auf Vorschlag der öffentlichen Hand wurde damals Vertraulichkeit vereinbart. Georg Friedrich Prinz von Preußen betrachtet seine damalige Vertraulichkeitszusage inzwischen als Fehler. Dies gerade vor dem Hintergrund, dass die Zusage nicht von allen Beteiligten erfüllt wurde.
Unabhängig davon ist es aber ein gutes Recht der Bürgerinnen und Bürger, über die Verhandlungen informiert zu werden. Es geht schließlich um die Zukunft unseres gemeinsamen Kulturerbes. Daher wird das Haus Hohenzollern künftig auf seiner Interseite über den Fortschritt der Gespräche mit staatlichen Stellen informieren und zu aktuellen Anlässen auch eigene Stellungnahmen abgeben. Damit möchte der Chef des Hauses Hohenzollern neben Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Interviews und einem offenen Archiv einen Beitrag zu öffentlichen Debatte leisten.

Restitutionsansprüche und der Ablauf der Ereignisse

Abdankung

9. November 1918

Mit dem Thronverzicht Kaiser Wilhelms II. und seinem Gang ins niederländische Exil endet die Monarchie in Deutschland. Sämtliches Eigentum des preußischen Königshauses wird durch den Rat der Volksbeauftragten noch im November beschlagnahmt.

Auseinandersetzungsvertrag

12. Oktober 1925

Das Land Preußen und der Generalbevollmächtigte des Hauses Hohenzollern, Friedrich von Berg, unterzeichnen einen Vertrag, in dem abschließend geklärt wird, was beim Haus Hohenzollern als Privatvermögen verbleibt und welche Gegenstände (Immobilien und bewegliche Gegenstände) öffentliches Eigentum sind. Dieser Vertrag wird schließlich durch den Preußischen Landtag  unter anderem mit Zustimmung der SPD als Gesetz verabschiedet.

Volksgesetzgebung

1. Februar 1939

Das NS-Regime verschafft sich per Gesetz die Möglichkeit, die vor 1933 vereinbarte Aufteilung des Eigentums ehemals regierender Fürstenhäuser in Privat- und Staatsvermögen zu revidieren.

Enteignung

8. Mai 1945

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird in der SBZ eine sog. Bodenreform durchgeführt. Es werden fast 3,3 Millionen Hektar land- und forstwirtschaftliche Nutzfläche sowie 750.000 Fabriken, Wirtschafts- und Wohngebäude samt lebendem und totem Inventar enteignet. Das gilt auch für das gesamte Eigentum der Familie Hohenzollern in der SBZ.

Mauerfall

9. November 1989

Mit dem Fall der Mauer gab es für viele Familien die Hoffnung, enteigneten Besitz zurückzubekommen.

Wiedervereinigung

3. Oktober 1990

Wie viele tausend andere Betroffene stellt nach der Wiedervereinigung auch Prinz Louis Ferdinand sen. Antrag auf Rückübertragung von enteigneten Grundstücken und sonstigen Vermögenswerten. Aufgrund der unklaren Gesetzeslage scheiterte der Antrag auf Rückübertragung zunächst, bis 1994 eine klare gesetzliche Reglung getroffen wurde.

Generationswechsel

25. September 1994

Prinz Louis Ferdinand sen. stirbt im 86. Lebensjahr. Nachfolger als Chef des Hauses Hohenzollern wird dessen Enkel Georg Friedrich Prinz von Preußen. Der Generationssprung ist bedingt durch den frühen Tod seines Vaters, Prinz Louis Ferdinand jun., der in Folge eines Bundeswehrunfalls im Alter von 33 Jahren ums Leben kam.

EALG

27. September 1994

Das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz wird verabschiedet.

Ergebnis

1. Januar 2010

Die zuständigen Ämter zur Regelung offener Vermögensfragen in Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt kommen nach über 20-jähriger Prüfung zu dem Schluss, dass Kronprinz Wilhelm würdig im Sinne des EALG sei und den öffentlich-rechtlichen Ansprüchen stattgegeben werden muss. In der Begründung wird auch auf ein Gutachten von Professor Christopher Clark Bezug genommen.

Kanzleramt

26. Februar 2014

Mit dem Ziel einer umfassenden gütlichen Einigung kommt es auf Einladung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zu einem ersten Zusammentreffen. Auf Vorschlag der öffentlichen Hand wird Vertraulichkeit vereinbart.

Kehrtwende

20. März 2014

Das Brandenburgische Finanzministerium unter Christian Görke (Die Linke) zieht das Verfahren an sich und erklärt die Entscheidung der drei Ämter zur Regelung offener Vermögensfragen für nichtig. Parallel dazu gelangen aus unbekannter Quelle vertrauliche Dokumente aus dem Verwaltungsverfahren im Vorfeld der Landtagswahlen an die Presse. Es wird in der Folge Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Potsdam eingereicht.

Gutachter

1. Juni 2014

Der brandenburgische Finanzminister Christian Görke (Die Linke) gibt zwei Gutachten in Auftrag. Auftragnehmer sind die Historiker Dr. Stefan Malinowski (University of Edinburgh) und Professor Peter Brandt (Fernuniversität Hagen). Das Haus Hohenzollern gibt den Wissenschaftlern die Gelegenheit, das Hausarchiv auf der Burg Hohenzollern zu nutzen. Davon wird kein Gebrauch gemacht. Die Ergebnisse der behördlichen Gutachten werden auch an die Presse weitergegeben. Außerdem veröffentlicht Gutachter Malinowski Ergebnisse aus beiden Gutachten im laufenden Verfahren vorab in der Zeitung „Die ZEIT“. Zusätzlich zu Professor Clark (Universität Cambridge) beauftragt Prinz Georg Friedrich mit Professor Wolfram Pyta (Universität Stuttgart, Forschungsstelle Ludwigsburg zur NS-Forschung) einen ausgewiesenen Kenner der Weimarer Republik. Er soll die Rolle des Kronprinzen in der Weimarer Republik und während des NS-Regimes untersuchen.

Ablehnung

27. Oktober 2015

Unabhängig von den stattfindenden Sondierungsgesprächen wird der Antrag des Prinzen von Preußen auf Restitution durch das brandenburgische Finanzministerium abgelehnt.

Klage

27. November 2015

Georg Friedrich Prinz von Preußen reicht Klage vor dem Verwaltungsgericht Potsdam gegen den ablehnenden Bescheid des brandenburgischen Finanzministers ein.

Verfahrenspause

30. Januar 2018

Die Vertreter des Prinzen von Preußen und die Öffentliche Hand einigen sich darauf, dass beim Potsdamer Verwaltungsgericht anhängige Verfahren auszusetzen, um das Ziel einer umfassenden gütlichen Einigung zu ermöglichen.

Erfassung

12. Juni 2018

Die Öffentliche Hand, die Kultureinrichtungen und Vertreter des Prinzen von Preußen verständigen sich auf eine gemeinsame Bestandsaufnahme der 15.000 in Frage kommenden Objekte, um sie in einer Datenbank zu erfassen.

Weitergabe

1. Juli 2019

Erneut werden Dokumente aus den Verhandlungen an die Öffentlichkeit gegeben.

Anhörung

29. Januar 2020

Die Verhandlungen des Bundes und der Länder mit dem Prinzen von Preußen werden Gegenstand einer Anhörung im Kulturausschuss des Bundestages.

Berichte und Stellungnahmen

Das Haus Hohenzollern gehörte mit seiner privaten Kunstsammlung bereits seit den 1950er Jahren zu den größten privaten Leihgebern für öffentliche Museen im damaligen West-Berlin. Seit der Wiedervereinigung bringt sich der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen aktiv in den Dialog mit der Bundesregierung und den Landesregierungen von Berlin und Brandenburg ein, wie eine Reihe von ungeklärten Eigentumsfragen abschließend geregelt werden kann. Dabei geht es unter anderem um rund 15.000 Kunstwerke, die die väterlichen Urgroßeltern und die Großeltern von Georg Friedrich Prinz von Preußen im Jahr 1945 auf ihrer Flucht in den Westen Deutschlands in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone und Ost-Berlin zurücklassen mussten.
Georg Friedrich Prinz von Preußen legt großen Wert darauf, die Bürgerinnen und Bürger transparent über die Entwicklungen seiner Gespräche mit den staatlichen Institutionen zur Zukunft unseres gemeinsamen Kulturerbes zu informieren. Deshalb werden auf der Website häufig gestellte Fragen beantwortet und zu aktuellen Entwicklungen Stellungnahmen veröffentlicht.

Entschließungsantrag des Berliner Abgeordnetenhauses (Drucksache 18/3491) vom 25. März 2021

Georg Friedrich Prinz von Preußen zur historischen Verantwortung

Ich unterstütze die Forderung, bedeutende Kulturgüter für die Öffentlichkeit zu erhalten. Bereits seit den 1950er Jahren stellte mein Großvater Prinz Louis Ferdinand den staatlichen Museen im damaligen West-Berlin bedeutende Kunstgegenstände aus unserer privaten Kunstsammlung unentgeltlich zur Verfügung. Auch ich fühle mich dieser Tradition verpflichtet und freue mich über die Verantwortung, zu den großen Leihgebern in […]


Termin zur mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Berlin am 4.3.2021

Georg Friedrich Prinz von Preußen stellt Eil-Verfahren ein

Der Landesverband Brandenburg der Partei Die Linke hat die Verbreitung von Falschinformationen öffentlich eingesehen und auf ihrer Webseite entsprechende Korrekturen vorgenommen. Der Bundesverband der Partei hat sogar eine Richtigstellung vorgenommen. Deshalb kann Georg Friedrich Prinz von Preußen auf die Durchführung des Eil-Verfahrens verzichten. „Unser Vorgehen zielte ausschließlich gegen falsche Darstellungen. Durch das Einlenken der Partei […]


Verhandlung vom 18.02.2021

Mitteilung von Georg Friedrich Prinz von Preußen

Im Jahr 2019 sind meine Familie und ich juristisch gegen die Verbreitung nachweislich falscher Informationen in diversen Medien vorgegangen. Im heutigen Verfahren ging es ebenfalls um eine Publikation aus dem Jahr 2019, die Behauptungen in Bezug auf meine Person enthält, die nachweislich falsch sind und vor rund einem Jahr gerichtlich untersagt wurden. Für mich war […]


Anfrage der Deutschen Presseagentur vom 12.02.2021

Brief an die Brandenburgischen Ministerien

Am 29. Januar 2021 hat Staatsekretär a.D. Dr. Jürgen Aretz, der Verhandlungsführer des Prinzen von Preußen zwei gleichlautende Briefe an die brandenburgischen Ministerinnen für Finanzen Katrin Lange und Wissenschaft, Forschung und Kultur Manja Schüle geschickt. Die Briefe dienten in erster Linie dazu, gegenüber den öffentlichen Stellen falsche Informationen zu korrigieren, die im Rahmen der aktuellen […]


Pressemeldung vom 7. Februar 2021

Potsdamer Volksinitiative

Im Sommer 2019 initiierte die Linke in Brandenburg eine Volksinitiative mit dem Titel „Keine Geschenke den Hohenzollern“. Es ist behauptet worden, Georg Friedrich Prinz von Preußen habe versucht die Initiative zu stoppen. Das ist unwahr. Vielmehr bezieht sich die vorläufige gerichtliche Entscheidung auf mehrere falsche Behauptungen im Aufruf für die Unterschriftenaktion. Anders als behauptet handelte […]


Statement zu Gerichtsverfahren, Potsdam 9. Dezember 2020

Wie bereits angekündigt, werden an dieser Stelle ab jetzt fortlaufend gerichtliche Entscheidungen bzw. Entwicklungen zu laufenden Verfahren bekanntgeben. Diese Form der Transparenz soll insbesondere dem immer wieder geäußerten Vorwurf entgegenwirken, das Haus Hohenzollern wende sich nur deshalb an die zuständigen Gerichte, um  kritische Berichterstattung zu unterbinden. Wie aus den einsehbaren Dokumenten hervorgeht, geht es lediglich […]


Pressemeldung, Die Linke Brandenburg, 4.12.2020

Stellungnahme zur Presseerklärung der Linken in Brandenburg

Am 4. Dezember 2020 erklärt die Co-LINKEN-Vorsitzenden in Brandenburg, Anja Mayer, dass eine „Klage“ von Georg Friedrich Prinz von Preußen auf Unterlassung vom Kammergericht abgewiesen wurde. Hierzu möchten wir klarstellen: Das in der Pressemeldung genannte Verfahren ist lediglich im einstweiligen Rechtsschutz beendet. Entgegen dem Eindruck handelte es sich dabei um keine Klage und kein Hauptverfahren. […]


Blog der Republik, 17. November 2020

Interview mit Dr. Jürgen Aretz im „Blog der Republik“

Das Online-Politik-Magazin „Blog der Republik“ hat ein ausführliches Interview mit Dr. Jürgen Aretz geführt, dem Verhandlungsführer des Hauses Hohenzollern. In dem Interview geht Dr. Aretz auf alle rechtlichen, historischen und politischen Aspekte des Themas Restitutionsansprüche ein. Zudem räumt er mit einigen Themen auf, die in den Medien in den vergangenen Monaten immer wieder diskutiert wurden, […]


Presseinformation – 12. Oktober 2020

Nach wie vor werden in einigen Medien die Entschädigungsansprüche thematisiert. Und unverändert werden im Rahmen dieser Debatte bis in die jüngste Gegenwart immer wieder Falschbehauptungen aufgestellt. Verifizierende Rückfragen gab es im Vorfeld falscher Berichte nicht. Bitten um Richtigstellung blieben in der Regel erfolglos. Stattdessen wurde der Eindruck erweckt, kritischen Stimmen werde durch das Haus Hohenzollern […]


24. August 2020 – Fristverlängerung im Verfahren

In den Verfahren zwischen dem Finanzministerium Brandenburg sowie dem Prinzen von Preußen werden die entsprechenden Fristen um jeweils ein Jahr verlängert. Betroffen davon ist zum einen das derzeit ruhendes Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Potsdam. Das Verwaltungsgericht teilte dem Finanzministerium mit, es habe keine Bedenken die Frist zu verlängern, „da bei einem endgültigen Scheitern der – […]


Presseinformation – 8. Oktober 2020

Unwahrheiten gewinnen auch durch Wiederholung keinen Wahrheitsgehalt Die Debatte um die Entschädigungsansprüche des Hauses Hohenzollern hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Leider werden im Rahmen dieser Debatte bis in die jüngste Gegenwart hinein immer wieder Falschbehauptungen von Journalisten wie Historikern aufgestellt. Verifizierende Rückfragen gab es im Vorfeld solcher falschen Berichte nicht, Bitten um Richtigstellung blieben im […]


Erklärung zu Presseanfragen über den Umgang des Hauses Hohenzollern mit falschen Behauptungen (7. Juli 2020)

Ein Maulkorb für Journalisten und Historiker?

Aufgrund der anhaltenden Presseanfragen zum Umgang des Hauses Hohenzollern mit falschen Behauptungen soll an dieser Stelle – begleitend zur Erklärung vom 17. Juni diesen Jahres – noch einmal eingehend auf das Thema eingegangen werden: In den Veröffentlichungen über die Restitutionsansprüche von Georg Friedrich Prinz von Preußen kehren im Besonderen seit dem letzten Jahr dieselben falschen […]


Anfragen zu äußerungsrechtlichen Verfahren

Die Generalverwaltung des vormals regierenden Preußischen Königshauses erhält derzeit Anfragen zum äußerungsrechtlichen Vorgehen Georg Friedrichs Prinz von Preußen und seiner Familie. Im Rahmen der Berichterstattung insbesondere zum laufenden Restitutionsverfahren des Hauses Hohenzollern in Berlin und Brandenburg wurden im vergangenen Jahr öffentlich zahlreiche falsche Tatsachenbehauptungen erhoben. Diese Behauptungen führten zu einer ganzen Serie unrichtiger Berichte oder […]


Burg Hohenzollern – Mitteilung der Burgverwaltung

Liebe Gäste der Burg Hohenzollern, der Dornröschenschlaf, in dem sich die Burg seit Ausbruch der Corona-Krise befindet, ist nun fast überstanden! Fast. Denn auch wenn nun das eine oder das andere Museum in Deutschland wieder Besucher empfängt, wird die Burg Hohenzollern ihre Tore erst am 15. Juni 2020 wieder öffnen. Warum erst später? Weil wir […]


Süddeutsche Zeitung vom 3. März 2020

Stellungnahme von Dr. Dr. Benjamin Hasselhorn

Am 3. März erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Gastbeitrag unter dem Titel „Wie eng Konservative und Rechtsradikale verstrickt sind“. Der Autor setzt sich mit Dr. Benjamin Hasselhorn , derzeit Akademischer Rat a. Z. am Lehrstuhl für Neueste Geschichte Universität Würzburg, auseinander. Der Wissenschaftler, der im Januar 2020 als Experte vom Kulturausschuss zu den Restitutionsansprüchen […]


Der SPIEGEL (Ausgabe 5/2020) u.a.

Verbindungen zur Sapt AG

Im Rahmen der öffentlichen Diskussion erreichten das Haus auch Anfragen bezüglich der Rolle der Familie bei Arisierungen im Dritten Reich. Zu diesen wurden folgende Informationen zusammengestellt. Aus Akten des Hausarchivs der Hohenzollern geht hervor, dass eine Beteiligungsgesellschaft des letzten Deutschen Kaisers zwischenzeitlich Anteile an einem ehemals jüdischen Unternehmen gehalten hat. Wilhelm II. war 1918 in […]


Schreiben an den Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. vom 21. Dezember 2019

Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.

Zu den öffentlich geäußerten Vorwürfen, das Haus Hohenzollern würde versuchen, wissenschaftliches Arbeiten zu verhindern, nimmt Rechtsanwalt Markus Hennig in einem Brief an den Verein „Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.“ wie folgt Stellung:   Berlin, den 21. Dezember 2019 Sehr geehrte Damen und Herren, durch eine Pressemeldung vom 14.12.2019 bin ich darauf aufmerksam geworden, der Verband […]


Agenturmeldungen vom 27. Dezember 2019

„Gekippte Stimmung“

In den vergangenen Tagen haben einige Medienberichte nahegelegt, die Gespräche des Hauses Hohenzollern mit der öffentlichen Hand seien aufgrund von „verlorenem Vertrauen“ seitens der Verhandlungspartner ins Stocken geraten. Das stimmt nicht. Bereits das letzte gemeinsame Treffen des Hauses Hohenzollern mit Vertretern der Länder Berlin, Brandenburg sowie dem Bund am 24.Juli 2019 diente dem Zweck, Fehlinformationen […]


Samstag, 21. Dezember 2019, 19.20 Uhr Kultur-Doku von Janin Renner und Tita von Hardenberg

Wem gehören die Schätze des Kaisers?

Der Film von Janin Renner und Tita von Hardenberg über das Restitutionsverfahren und die Verhandlungen mit der öffentlichen Hand ist die bisher umfassendste Dokumentation zu diesem Thema. Der Beitrag gibt ausführlich die verschiedenen Sichtweisen wieder, widmet sich aber auch den historischen Hintergründen. Zu Wort kommen unter anderen Wolfgang Thierse (Bundestagspräsident a.D.), Benjamin Hasselhorn (Historiker), Stephan […]


Stellungnahme zur Diskussion über das Hohenzollern-Museum

„Deutungshoheit“

Eine besondere Welle der Kritik löste die Nachricht aus, Prinz Georg Friedrich von Preußen „verlange vom Staat“ ein „mit öffentlichen Mitteln finanziertes“ „Familienmuseum“. Darüber hinaus „verlange die Familie ein Mitspracherecht, um die eigene Geschichte umschreiben zu können“. Als Quelle wurde in den meisten Fällen das Vergleichsangebot der Familie an die Öffentliche Hand vom Frühjahr 2019 […]


Stellungnahme zur Diskussion über das Hausarchiv der Hohenzollern

Hausarchiv der Familie

Unter der Überschrift „Manipulation der Geschichte“ erschien am 30. Juli 2019 in der „Berliner Zeitung“ ein Interview mit der Historikerin Dr. Karina Urbach. Gleichlautend äußert sich die Wissenschaftlerin auch am 31. Juli im Interview mit der „Frankfurter Rundschau“. Im Rahmen dieser Veröffentlichungen gab Frau Dr. Urbach grundlagenlos u.a. an, das Hausarchiv der Hohenzollern stünde angeblich […]


Stellungnahme zu einem Artikel in „Der Spiegel“ vom 7. Dezember 2019

Verkauf einer Büste

Im Magazin „Der Spiegel“ vom 7. Dezember 2019 erschien ein Artikel unter der Überschrift „Zwei Übel“. Der Autor dieses Artikels berichtet unter anderem „…der Prinz von Preußen hat schon einmal Gemälde und Skulpturen zurückgefordert, darunter eine Büste von Christian Daniel Rauch. Sie wurde dann in London versteigert.“ Diese Aussage ist falsch. Bei der im Artikel […]


Stellungnahme zu einem Artikel in „Der Spiegel“ vom 14. Dezember 2019

„Feldzug gegen Historiker“

Im Magazin „Der Spiegel“ vom 14. Dezember 2019 erschien ein Artikel unter der Überschrift „Historiker kontra Hohenzollern“. Dieser Artikel behandelt den Vorwurf, das Haus Hohenzollern führe „einen juristischen Feldzug“ gegen Historiker. Nahezu zeitgleich mit dessen Erscheinen gab es auf dem Wikipedia-Eintrag zu „Hohenzollern“ bereits einen entsprechenden Link zur Online-Version des Artikels. Im Folgenden werden einzelne […]