St. Goar: Auf eine gute Zusammenarbeit!



Der in der zweiten Instanz beim Oberlandesgericht Koblenz anhängige Rechtsstreit die Burg Rheinfels betreffend ist beendet. Alle Beteiligten, namentlich Georg Friedrich Prinz von Preußen als Kläger, die Stadt St. Goar, das Land Rheinland-Pfalz und die Schloss Rheinfels GmbH & Co. KG, jeweils als Beklagte, konnten sich auf eine einvernehmliche Lösung verständigen. Mit Beschluss vom 24.03.2020 ist diese vergleichsweise Regelung gerichtlich protokolliert worden.

Wesentlicher Inhalt des Vergleichs ist, dass das Haus Hohenzollern das Eigentumsrecht der Stadt St. Goar an den im Streit stehenden Grundstücken, darunter das, auf dem sich die Burg Rheinfels befindet, akzeptiert und auf eine gerichtliche Klärung verzichtet. Im Gegenzug wird die Stadt St. Goar mit der gemeinnützigen ‚Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung‘, die sich unter anderem der Hilfe und Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher widmet, zusammenarbeiten und mit ihr einen Kooperationsvertrag schließen.

Dieser sieht u.a. vor, dass die Stadt St. Goar pro zahlendem Besucher der Burg Rheinfels 1 € bzw. 50 Cent für ermäßigten Eintritt zu Gunsten der Stiftung abführt und der daraus entstehende Betrag vollständig für die Kinder- und Jugendarbeit im Einvernehmen mit der Stadt St. Goar verwendet wird.

Stadtbürgermeister Falko Hönisch zeigte sich erfreut, dass nun endgültige Planungssicherheit in Bezug auf die anstehenden Sanierungsarbeiten an der Burg Rheinfels besteht, diese entsprechend zeitnah in Angriff genommen werden können und vor allem ein zusätzliches sicheres Budget für die Kinder- und Jugendarbeit in St. Goar langfristig gesichert ist.

Auch die Stiftungsvorsitzende, Sophie Prinzessin von Preußen, gab in einem Brief an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ihrer Freude und festen Überzeugung Ausdruck, dass man nun gemeinsam rasch positive Akzente in und für St. Goar setzen werde.