„Ich möchte helfen…“ – Prinz Franz Friedrich über sein soziales Engagement in Polen



In der vergangenen Woche konnte Franz Friedrich Prinz von Preußen zusammen mit einem Freund, der Direktorin der Klinik in Meseritz (Międzyrzecz/Polen) einen gebrauchten Bus für Transporte innerhalb des Klinikgeländes übergeben: „Es ist eines von vielen kleinen Hilfsprojekten, die ich in den vergangenen Jahren vermitteln konnte“, so Franz Friedrich Prinz von Preußen.

Alles begann 2013 mit einer Reise in das ehemalige Schlesien, das zum heutigen Polen gehört. In Grünberg (heute Zielona Góra) wurde Franz Friedrich Prinz von Preußen 1944 geboren. Auf Schloss Saabor (heute Zaborze) verbrachte er bis zum Kriegsende 1945 die ersten Lebensmonate bei seiner Großmutter, Prinzessin Hermine von Preußen, der zweiten Gemahlin Kaiser Wilhelms II.

An den Ort seiner Kindheit zog es ihn siebzig Jahre später zurück. Heute befindet sich dort die einzige Kinder- und Jugendpsychatrie des Landes für gegenwärtig achtzig Patienten. Während der Besichtigung des Gebäudes fiel dem Prinzen die völlig unzureichende Ausstattung des Krankenhauses auf,  veraltet und in schlechtem Zustand. In Polen befinden sich Kliniken meist in kommunaler Hand, so dass kaum die notwendigen Mittel bereitgestellt werden können, um aktuellen europäischen Standards zu entsprechen. Angesichts dieser Probleme, reifte die Idee, sich hier zu engagieren.

Die Bekanntschaft zu Herrn Daniel Hug, Mitglied des Johanniterordens in der Schweiz, kam dabei dem Prinzen zu Hilfe. Denn in der Eidgenossenschaft müssen alle Krankenhausmöbel nach zehnjähriger Nutzung erneuert und ausgesondert werden. Dabei befinden sich diese Möbel in der Regel in einem sehr guten Zustand, so Prinz Franz Friedrich.

Zunächst konnten die Kliniken in Zielena Góra und Saabor mit neuer Ausrüstung versorgt werden. Seitdem konnten vier weitere Krankenhäuser in der Wojewoodschaft Lebus (Lubuskie), darunter die Fachkliniken in Sprottau (Szprotawa) und Pless (Pszczyna) beliefert werden.

Das nächste Projekt, so Prinz Franz Friedrich, sei die Gründung eines gemeinnützigen Vereins, der die Arbeit auf breitere Füße stellen und effizienter gestalten soll, um damit einen Beitrag für die deutsch-polnischen Beziehungen leisten zu können.

Bildrechte Portrait: Manfred Thomas / PNN