Ferienprogramme auf der Burg Hohenzollern werden vorerst ausgesetzt



Aufgrund der derzeitigen Situation müssen alle Ferienaufenthalte der Prinzessin Kira von Preussen Stiftung auf der Burg Hohenzollern bis auf weiteres ausgesetzt beziehungsweise auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Aufgrund der behördlichen Auflagen ist es derzeit nicht erlaubt, derartige Aufenthalte durchzuführen, um die Gesundheit der Bürger nicht zu gefährden. Selbstverständlich hält sich die Stiftung an diese Auflage. Die Burg Hohenzollern ist seit Anfang März für die Öffentlichkeit geschlossen. Sie ist eine der größten Touristenattraktionen in Deutschland.

„Ich bedauere es außerordentlich, dass wir uns zu diesem Schritt gezwungen sehen. Aber die Gesundheit der Bevölkerung – vor allem die von Kindern und Jugendlichen – hat in dieser schwierigen Zeit absoluten Vorrang. Leider können wir derzeit noch nicht sagen, wann wir wieder Aufenthalte auf der Burg anbieten können,“ sagt Sophie Prinzessin von Preussen, die Vorstandsvorsitzende der Kira-Stiftung, deren Programme sich an sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche richten.

In den vergangenen Jahrzehnten konnten fast 15.000 junge Menschen eine erlebnisreiche Zeit auf der Burg Hohenzollern genießen. Sie erforschen dabei die Burganlage, befassen sich altersgerecht mit Geschichte und Kultur, unternehmen Wanderungen und Ausflüge in die Umgebung und können sich in kreativen Projekten aus den Bereichen Musik, Literatur, Fotografie, Technik, Natur und Theater ausprobieren. Die von der Stiftung ermöglichten Ferienaufenthalte werden über Spenden finanziert, die bei Konzerten, Projektpräsentationen und Veranstaltungen gesammelt werden. Regelmäßig treten renommierte Künstler und Ensembles zugunsten der Stiftung auf.

Ab dem kommenden Jahr wird die Kira-Stiftung neben den Spendeneinnahmen auch Zuwendungen aus Eintrittsgeldern der Burg Rheinfels bei St. Goar am Rhein erhalten. Dort gab es einen Vergleich zwischen dem Haus Hohenzollern und der Stadt St. Goar zur Eigentumsfrage der nahegelegenen Burg. Die Einigung sieht vor, dass das Haus Eigentumsrechte von St. Goar akzeptiert und auf eine gerichtliche Klärung verzichtet. Im Gegenzug wird die Stadt mit der gemeinnützigen Kira-Stiftung zusammenarbeiten und mit ihr einen Kooperationsvertrag schließen.

Dieser Vertrag sieht unter anderem vor, dass die Stadt pro Besucher der Burg 1 Euro bzw. 50 Cent für ermäßigten Eintritt zu Gunsten der Kira-Stiftung abführt. Der daraus entstehende Betrag – der zusätzlich zum derzeit bestehendem Ticketpreis erhoben wird – wird vollständig für die Kinder- und Jugendarbeit verwendet. Der Stadt entgeht also kein einziger Euro an Einnahmen, wie dies Einzelne dem Bürgermeister vorgeworfen hatten. Pro Jahr hat Burg Rheinfels rund 60.000 Besucher.

 

Foto: Edgar Herbst