Europa-Flagge über der Burg Hohenzollern



  “Das ist kein guter Tag für Europa, alle Europäer und – auch wenn das manche anders sehen mögen – die Briten“, sagte Georg Friedrich Prinz von Preußen mit Blick auf den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs. Ich denke viel an meine häufigen Besuche in dem Land, an meine freundschaftlichen Verbindungen dort und besonders gerne an meine Schulzeit in Schottland und an die offene, proeuropäische Grundhaltung, die ich dort erlebt habe.“

Leider sei der Austritt aus der Europäischen Union ein Beleg dafür, dass die notwendigen Lehren aus den Katastrophen des 20. Jahrhunderts nicht von allen und nicht überall gezogen worden seien oder bereits dem Gedächtnis entfallen seien. Das gelte auch für gewisse Strömungen in Deutschland, die mancherorts Morgenluft wittern würden.

“Nicht nationale Abschottung, sondern das gemeinsame Handeln der Völker Europas sichern Freiheit, Demokratie und Wohlstand über die eigenen nationalen Grenzen hinaus“, so der Chef des Hauses Hohenzollern. „Vor allem aber ist Europa das Friedensprojekt schlechthin“.

Er hoffe, so Prinz Georg Friedrich, dass er die Korrektur des heute „vollzogenen politischen Irrtums“ noch erleben werde. An diesem Tag habe er demonstrativ die Europa-Flagge auf der Burg Hohenzollern, dem Stammsitz seiner Familie aufziehen lassen. „Am Tag der Rückkehr der Briten, denen ich ja auch familiengeschichtlich eng verbunden bin, werde ich mit Freude die europäischen Farben wieder hissen – und den Union Jack dazu.“