"Die Klagen der Hohenzollern" - Website und Diskussion am 15. Juni 2021

Unterstützung der Wissenschaft und Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit



Anlässlich der Freischaltung einer Internetseite mit dem Titel „Die Klagen der Hohenzollern“ durch den Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) erklärt der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen:

„Meine Familie und ich sind dankbar, dass sich Historikerinnen und Historiker verstärkt mit der Geschichte meiner Familie in der Weimarer Republik und während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen. Wir unterstützen die wichtige Arbeit der Geschichtswissenschaft, unter anderem mit dem offenen privaten Hausarchiv auf der Burg Hohenzollern sowie den für die Wissenschaft zugänglichen Akten im Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz – und das übrigens bereits seit Jahrzehnten.

Seit über 30 Jahren befindet sich meine Familie in Gesprächen mit der öffentlichen Hand, wie die ungeklärte Frage des Eigentums an rund 15.000 Kunstwerken abschließend geklärt werden kann, die meine Urgroßeltern 1945 auf der Flucht in den Westen in Ostdeutschland zurücklassen mussten. Seit 2019 ist dies verstärkt Thema von Publikationen und Berichten in den Medien. Gegen einzelne Berichte mussten meine Familie und ich rechtlich vorgehen, da sie falsche Tatsachen enthielten und eine Richtigstellung auf außergerichtlichem Wege nicht erfolgreich war. Meine Familie und ich werden auch künftig die wichtige Arbeit von Journalistinnen und Journalisten und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen.

Mit der Freischaltung einer Internetseite zu den uns betreffenden Verfahren leistet der Verband einen wichtigen Beitrag zur Transparenz. Daher begrüße ich die Initiative. Ich bin selbstverständlich bereit, mich an einer offenen Debatte zur historischen Verantwortung meiner Familie zu beteiligen. Dies habe ich nicht zuletzt auch gegenüber dem VHD mehrfach zum Ausdruck gebracht.“