Das Oberhaupt des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, ist neues Mitglied im Kuratorium des Freundeskreis Yad Vashem. Das teilte der Verein am 23. März in Berlin mit. Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers, Wilhelm II., unterstützt damit künftig die Arbeit des Freundeskreises, der sich in Deutschland für Projekte der Erinnerungskultur und für die Vermittlung der Geschichte des Holocaust engagiert.
Der Freundeskreis Yad Vashem fördert Initiativen zur Unterstützung der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und setzt sich für Bildungs- und Aufklärungsarbeit zur NS-Vergangenheit ein. Das Kuratorium begleitet die Arbeit des Vereins beratend.
„Dass sich Georg Friedrich Prinz von Preußen in unserem Kuratorium engagiert, ist ein wichtiges Zeichen für eine offene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit“, sagte Kai Diekmann, Vorsitzender des Freundeskreises Yad Vashem.
Prinz von Preußen hatte sich in den vergangenen Jahren wiederholt zur historischen Verantwortung seiner Familie im Zusammenhang mit der NS-Zeit geäußert. Bei der Vorstellung des Forschungsbandes Der Kronprinz und die Nazis erklärte er, er sehe sich und seine Familie bei der „Aufarbeitung der dunklen Kapitel unserer Geschichte in der Verantwortung“.