Stellungnahme zu einem Artikel in „Der Spiegel“ vom 14. Dezember 2019

„Feldzug gegen Historiker“



Im Magazin „Der Spiegel“ vom 14. Dezember 2019 erschien ein Artikel unter der Überschrift „Historiker kontra Hohenzollern“. Dieser Artikel behandelt den Vorwurf, das Haus Hohenzollern führe „einen juristischen Feldzug“ gegen Historiker. Nahezu zeitgleich mit dessen Erscheinen gab es auf dem Wikipedia-Eintrag zu „Hohenzollern“ bereits einen entsprechenden Link zur Online-Version des Artikels.
Im Folgenden werden einzelne Historiker aufgelistet, gegen die das Haus Hohenzollern rechtlich vorgegangen sei. Allerdings wird in dem Artikel suggeriert, dass juristische Maßnahmen aufgrund „scharfer Kritik“ an der Familie eingeleitet wurden. Das ist objektiv falsch. Tatsächlich ist Prinz Georg Friedrich ausschließlich gegen eindeutig widerlegbare Falschaussagen vorgegangen. Weiterhin heißt es „in einigen Punkten waren die einstigen Royals bereits erfolgreich.“ Auch dies ist falsch. Das Haus Hohenzollern hat bei allen in Frage gestellten Falschbehauptungen von den zuständigen Gerichten Recht bekommen. So ging es etwa um die Behauptung, das Hausarchiv der Familie sei der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der Verband der Historiker Deutschlands (VHD) wird mit den Worten zitiert: “Wissenschaft beruht auf einen offenen Austausch von Argumenten“.
Vor diesem Hintergrund verwundert es umso mehr, dass etwa der ebenfalls in dem Beitrag erwähnte Wissenschaftler Dr. Stefan Malinowski die Einladung des Hauses, die privaten Akten über Kronprinz Wilhelm eizusehen nie wahrgenommen hat.