Anfrage der Deutschen Presseagentur vom 12.02.2021

Brief an die Brandenburgischen Ministerien



Am 29. Januar 2021 hat Staatsekretär a.D. Dr. Jürgen Aretz, der Verhandlungsführer des Prinzen von Preußen zwei gleichlautende Briefe an die brandenburgischen Ministerinnen für Finanzen Katrin Lange und Wissenschaft, Forschung und Kultur Manja Schüle geschickt. Die Briefe dienten in erster Linie dazu, gegenüber den öffentlichen Stellen falsche Informationen zu korrigieren, die im Rahmen der aktuellen Diskussion noch immer kursieren. Diese Falschbehauptungen hatten im Ergebnis dazu geführt, dass die Fortführung von Gesprächen mit Georg Friedrich Prinz von Preußen an unerfüllbare Bedingungen geknüpft wurde. Dies betrifft insbesondere den behaupteten Umgang mit Historikern.

In Bezug auf die öffentlich ausgestellte Kunstsammlung stellt Dr. Aretz fest, dass „der ganz überwiegende Teil dieser Kunst- und Kulturgüter unzweifelhaft im Eigentum des Prinzen von Preußen steht“. Das hat genauso Professor Vogtherr, der Generaldirektor der Stiftung Preußischen Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg im Rahmen einer Bundestagsanhörung dargelegt. Da es sich um die bedeutendste Sammlung mit Bezug auf die Geschichte Preußens handelt, ist das Interesse vieler Kultureinrichtungen an der Sammlung groß. Dr. Aretz weist darauf hin, dass es aktuell vermehrt Anfragen gibt, darunter auch von öffentlichen Einrichtungen, die „von sich aus ihre entsprechende Bereitschaft signalisiert“ haben, Stücke aus diesen Sammlungen auszustellen. Mit diesem Hinweis begegnet Dr. Aretz nicht zuletzt auch dem Selbstverständnis einiger Kulturpolitiker, die Sammlungsgegenstände wären unverrückbar an den aktuellen Standort gebunden.

Wir beabsichtigen den Inhalt der Briefe ebenfalls an dieser Stelle zu veröffentlichen, möchten aber aufgrund des bisher vertrauensvollen Umgangs die Entscheidung hierüber den Ministerinnen überlassen, deren Antwort noch aussteht.“