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St. Hedwigskirche

 
  Die St. Hedwigskirche ist ein imposanter Programmbau aus der Zeit Friedrichs II. Sie wurde nach der Heiligen Hedwig benannt, einer 1174 in Andechs geborenen Gräfin von Andechs, die als Gemahlin Heinrichs I. Herzogin von Schlesien wurde. Sie war eine fromme Frau, die zahlreiche Klöster und Kirchen stiftete, am 15.10.1243 starb, bereits 1267 heiliggesprochen wurde und seit dem 14. Jahrhundert als Patronin Schlesiens wachsende Verehrung erfuhr.

Das 1773 auf ihren Namen geweihte und zuvor auf vom König geschenktem Grund errichtete Haus sollte das in mehreren Kriegen gewonnene und gegen fast alle Mächte Europas behauptete Schlesien und seine weithin katholische Bevölkerung nun auch innerlich fest und dauernd an Preussen binden.

Die auf das römische Pantheon zurückgehende Form der Kirche wiederum bestimmte Friedrich II. selbst und ließ sie in den Jahren 1747 bis 1773 von Johann Boumann d. Ä. nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff ausführen. In ihr vermittelt sich bereits etwas von dem Geist des heraufziehenden Klassizismus und von der für Friedrich so typischen, bei der Zusammensetzung der Bevölkerung seines Staates aber auch notwendigen religiösen Toleranz.

Den Eingangsbereich bildet ein mit Reliefs von Theodor Wilhelm Achtermann geschmückter Säulenportikus. Der Giebel zeigt die Anbetung der Hl. Drei Könige.

1943 wurde die Kirche schwer zerstört und nach dem Kriege in den Jahren 1952 bis 1963 wiedererrichtet. Die für die katholische Gemeinde in Berlin errichtete Kirche wurde 1930 Kathedrale des neu gegründeten Bistums und zu diesem Zwecke umgebaut. Seit dem 27. Juni 1994 ist Berlin Erzbistum und St. Hedwig seine Kathedrale.

Thomas Roloff
 
 
 
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St. Hedwigskirche in Berlin