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Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin

 
  Der mit seiner weithin sichtbaren, 75 Meter hohen Kuppel zu den imposantesten Bauwerken in Berlins Mitte zählende Dom ist in seiner heutigen Erscheinung bereits der dritte Kirchenbau an dieser Stelle. Der erste Dom am Lustgarten gegenüber dem Schloss wurde unter Friedrich dem Großen in den Jahren 1747 bis 1750 nach Plänen von Johann Boumann d.Ä. errichtet. Im Auftrag König Friedrich Wilhelms III. wurde dieser Bau zwischen 1817 und 1822 durch Karl Friedrich Schinkel innerlich wie äußerlich im Stil des Klassizismus verändert. Die jedoch bald als zu klein und zu wenig repräsentativ empfundene Kirche musste schließlich nach einem 1867 ausgerufenen Architektenwettbewerb und langwierigen Planungsphasen 1893 gänzlich einem Neubau weichen.

Die Pläne hierfür lieferte der Architekt Julius C. Raschdorff, der sich dabei deutlich an Vorbildern der italienischen Hochrenaissance orientierte und ein für protestantische Verhältnisse ungewöhnlich prachtvolles Gotteshaus entwarf. Auf die reiche Gestaltung des Doms nahm auch Kaiser Wilhelm II. Einfluss, der mit ihm eine „Hauptkirche des preussischen Protestantismus in Berlin“ schaffen wollte. Der aus schlesischem Sandstein errichtete, 1905 fertiggestellte Zentralbau stieß in seiner beinahe einschüchternden Monumentalität bereits bei Zeitgenossen auf Kritik. Nach schwerwiegenden Kriegsschäden wurde jedoch 1974 mit der Instandsetzung des inzwischen als bedeutendes Beispiel späthistoristischer Sakralarchitektur eingeschätzten Doms begonnen.

Unter ihm befindet sich eine Gruft, in der insgesamt 94 Angehörige des Hauses Hohenzollern ihre letzte Ruhestätte fanden, darunter auch der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm sowie sein Sohn König Friedrich I. und dessen Gemahlin Sophie Charlotte, die in aufwändigen, von Andreas Schlüter entworfenen Sarkophagen bestattet wurden.

Ulrich Feldhahn
 
 
 
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Berliner Dom