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Drei preussische Kronen erstmals vereint

 
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Die drei preussischen Kronen in der Schatzkammer der Burg Hohenzollern; Foto: R. Beck
In der Schatzkammer der Burg Hohenzollern werden vom 8. August bis 31. Oktober 2010 erstmals alle drei heute noch erhaltenen preussischen Königskronen präsentiert. Für die Krönung des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg und seiner Gemahlin Sophie Charlotte am 18. Januar 1701 in Königsberg waren von einem namentlich unbekannten Berliner Goldschmied zwei Bügelkronen aus getriebenem und ziseliertem Gold angefertigt worden, in deren Mitte sich ein emaillierter blauer Reichsapfel befindet. Der einst reiche Besatz aus Edelsteinen und Perlen wurde jedoch bereits von deren Enkel Friedrich II. nach 1741 entfernt und anderweitig verwendet.

Während die bei der zweiten preussischen Krönung am 18. Oktober 1861 von Wilhelm I. und seiner Gemahlin Augusta verwendeten Kronen seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen gelten, existiert noch eine weitere Fassung der preussischen Königskrone, die 1889 im Auftrag Kaiser Wilhelms II. nach einem Entwurf von Emil Doepler d.J. durch die Berliner Hofjuweliere Humbert & Sohn geschaffen wurde. Nach dem Ende der Monarchie verblieben diese Stücke allesamt in Hohenzollerneigentum und wurden fortan im Hohenzollern-Museum im Berliner Schloss Monbijou ausgestellt bzw. im Tresor des Kaiser Wilhelm-Palais aufbewahrt. Nach ihrer kriegsbedingten Auslagerung, Konfiszierung und Rückgabe an das Haus Hohenzollern wurde die Krone Wilhelms II. in der durch Prinz Louis Ferdinand von Preussen eingerichteten Schatzkammer der Burg Hohenzollern ausgestellt, während die beiden Karkassen von 1701, also die Gestelle ohne Steinbesatz, als Leihgaben nach Schloss Charlottenburg gelangten.

Da dessen Kronschatz- und Silberkammer bis Dezember 2010 renoviert wird, bietet sich die einmalige Gelegenheit, die drei Stücke zum ersten Mal nebeneinander zu betrachten.  Deutlich wird dabei, dass sich die Krone von 1889 an den Modellen von 1701 orientiert, im Unterschied zu diesen aber keine kreisrunde, sondern eine an den menschlichen Kopf angepasste ovale Grundform aufweist. Gleichzeitig werden auch die originalen Lederfutterale gezeigt, in denen die Preziosen seinerzeit transportiert wurden und deren Goldprägung die Initialen „FR“ des frisch gekrönten Königs Friedrichs I. trägt.

Ulrich Feldhahn

 
 
 
 
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