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Diademausstellung in Tokio, Niigata und Kyoto

 
  Unter dem Titel „Dignity and Beauty – the Story of the Tiara“ wird erstmals in Japan eine buchstäblich hochkarätige Ausstellung zur Geschichte des Diadems gezeigt. Bis Ende Juli bieten 110 Diademe sowie eine Auswahl an Entwürfen und Porträts einen repräsentativen Querschnitt durch die Entwicklung und Vielfalt dieses als eine der nobelsten Aufgaben des Juwelierhandwerks geltenden Schmuckstücks. Unter den kostbaren, aus öffentlichen wie privaten Sammlungen stammenden Leihgaben befinden sich auch zwei Stücke des Hauses Preußen; das 1905 für Kronprinzessin Cecilie anlässlich ihrer Hochzeit mit Kronprinz Wilhelm angefertigte Mäander-Diadem sowie das 1906 von Kaiser Wilhelm II. entworfene und seiner Gemahlin Auguste Viktoria zur silbernen Hochzeit überreichte Kleeblatt-Diadem. Beide wurden vom Frankfurter Juwelier Robert Koch hergestellt und bestehen aus Platin bzw. Gold und Diamanten.

Während das in strengen Formen gehaltene, sich deutlich an antiken Vorbildern orientierende Mäanderdiadem beinahe auf spätere Art déco-Modelle zu verweisen scheint, steht das Kleeblatt-Diadem mit seiner gotisierenden Struktur und dem auf Kopfschmuck dieser Art nur selten anzutreffenden heraldischen Hinweis auf die schleswig-holsteinische Herkunft der Kaiserin in einer deutlich konservativeren Tradition. Beide Stücke wurden auch von weiblichen Mitgliedern der nachfolgenden Generationen getragen, wobei das Kleeblatt-Diadem heute nicht mehr in seiner ursprünglichen Form erhalten ist, da um 1950 Teile davon entnommen und zur Herstellung zweier weiterer Diademe verwendet wurden. Die nacheinander in Tokio, Niigata und Kyoto präsentierte Ausstellung ist zugleich als ein Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen Europa und Fernost zu verstehen und stieß bereits in den ersten Tagen nach der Eröffnung auf überwältigendes Interesse.

Ulrich Feldhahn
 
 
 
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Analyse des Kleeblatt-Diadems vor der Ausstellung; Foto: Ulrich Feldhahn