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Eröffnung der DB Führungsakademie im Kaiserbahnhof zu Potsdam

 
  Bei „Kaiserwetter“, oder besser bei „Kanzlerwetter“, wie der Festredner Bundeskanzler Gerhard Schröder betonte, fand am 16. Juni 2005 die feierliche Eröffnung der DB Akademie im Kaiserbahnhof zu Potsdam statt. Mit einem Sonderzug wurden die Festgäste vom Berliner Bahnhof Friedrichstrasse abgeholt und bis zum Potsdamer Bahnhof Sanssouci gebracht, von wo aus man direkt die Räume der Akademie betritt. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, begrüßte die Festgäste im Auditorium der Akademie, die mit modernster Technik ausgestattet, Platz für 170 Seminarteilnehmer bietet. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, erinnerte an die wechselvolle Geschichte des Bahnhofs und an die verschiedenen Nutzungsideen, deren Verwirklichung letztlich alle an der Finanzierung scheiterten. So war es ein Glücksfall, dass durch das Engagement des Bundesministers für Verkehr, Dr. Manfred Stolpe, der Bundesbahnchef für das Objekt gewonnen werden konnte. Die Festansprache hielt Bundeskanzler Gerhard Schröder, der sich bei Hartmut Mehdorn entschuldigte, nicht stilgerecht mit der Bahn angereist zu sein und für diesen Tag aus Termingründen dem Helikopter als Transportmittel den Vorzug geben musste.

Kaiser Wilhelm II. hatte im Jahr 1905 den Geheimen Oberhofbaurat Ernst Eberhard Ihne mit dem Bau eines Bahnhofs- und Empfangsgebäude für die kaiserliche Familie und deren Gefolge in unmittelbarer Nähe des Neuen Palais beauftragt. Nach dem ersten Weltkrieg erlitt der sog. „Kaiserbahnhof“ ein wechselvolles Schicksal, bis in den Jahren nach der Wende nur noch eine Ruine an seine Geschichte erinnerte. Der Deutschen Bahn AG ist es in hervorragender Weise gelungen, die historischen Maßgaben mit den Anforderungen eines modernen Tagungszentrums zu vereinen.

Der Chef des Hauses Hohenzollern, SKH Georg Friedrich Prinz von Preussen, hatte auf besonderen Wunsch von Bundesbahnchef Hartmut Mehdorn für die Eröffnungsfeier ein Porträt seines Ur-Ur-Großvaters Kaiser Wilhelm II. zur Verfügung gestellt. Das im Jahr 1898 von Artur Ferraris geschaffene Bild wurde für diesen Tag von der Burg Hohenzollern nach Potsdam gebracht, und soll in den nächsten Wochen durch ein ähnliches Porträt als Dauerleihgabe des Hauses ersetzt werden.

 
 
 
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v.l.: Bundesminister Dr. Manfred Stolpe, SKH Georg Friedrich Prinz von Preussen, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Hartmut Mehdorn; Foto: Michaela Blankart