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100 Jahre deutsche evangelische Christus-Kirche in London

 
 
Die Festgemeinde vor der evangelischen Christus-Kirche; Foto: Bibi Basch
Seit dem Jahr 1683 hatte die deutsche Gemeinde in London die sog. Deutsche Hofkapelle im St. James-Palast, die aber schon im frühen 18. Jahrhundert für die ständig anwachsende Zahl der Gemeindemitglieder zu klein wurde. Mit dem Tod von Queen Victoria kam ihr Sohn King Edward VII. an die Regierung, der weitaus weniger deutschfreundlich war als seine Mutter. Die Deutsche Hofkapelle wurde geschlossen und die Gemeinde sah sich gezwungen, eine neue Bleibe zu finden. Die in London lebende Familie von Schröder übernahm die Planung und Finanzierung einer neuen Kirche im noblen Stadtteil Knightsbridge. Am 27. November 1904 konnte die deutsche evangelische Christus-Kirche (Christ Church) feierlich eingeweiht werden. Kaiser Wilhelm II., der das Abendmahl-Kreuz und die Altarleuchter stiftete, wurde hierbei von Graf Bernsdorff vertreten. Für die britische Königsfamilie nahm Prinz Christian von Schleswig-Holstein, ein Schwiegersohn Queen Victorias, an den Feierlichkeiten teil.


SKH Georg Friedrich Prinz von Preussen im Gespräch mit HRH Prince Michael of Kent und George W. Mallinckrodt, KBE; Foto: Bibi Basch
Die deutsche Christus-Kirche in London überdauerte die wechselvollen deutsch-britischen Beziehungen. In den Jahren 1933 bis 1935 hatte Dietrich Bonhoeffer die Pastorenstelle inne und versammelte in der Kirche die Pastoren der deutschen Gemeinden in England zum Widerstand gegen Hitler.

Das 100. Jubiläum der Christus-Kirche wurde mit einem feierlichen Gottesdienst am 28. November 2004 begangen, den der Auslandsbischof der evangelischen Kirche, Dr. Rolf Koppe, mit dem Pastorenehepaar Wolfgang und Anne-Kathrin Kurse hielt. Am Tag zuvor hatte der deutsche Botschafter in Großbritannien, S.E. Thomas Matussek, zu einem Empfang geladen. Als Ehrengäste wurden SKH Georg Friedrich Prinz von Preussen und HRH Prince Michael of Kent begrüsst, der die britische Königin vertrat. 


 

 

 

 
 
 
 
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