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Kirche St. Peter und Paul

 
  Auf ausdrücklichen Wunsch Friedrich Wilhelms III., eine Kirche im russischen Stil zu bauen, errichteten die Architekten August Stüler und Albert Dietrich Schadow 1834 - 1837 unweit des Blockhauses einen schlichten einschiffigen Ziegelbau mit halbrunder Apsis. Der als Schauwand gestaltete, von einer Zwiebelkuppel bekrönte Turmriegel geht auf Entwürfe Karl Friedrich Schinkels zurück. Eine kleine hölzerne Vorhalle überdacht den Eingang. Auch der Innenraum lässt deutlich Schinkels Einfluss erkennen und ist noch weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten. Vom Kirchensaal mit Flachdecke, Emporen, Rundgang und bunten Rundfenstern im Gewölbe, geht trotz der hellen Farbgebung in der Gesamtausstattung eine betont zurückhaltende Sachlichkeit aus. Die beiden Mosaikmedaillons mit den Namenspatronen der Kirche Petrus und Paulus an der Kanzel, die auf hohen achtkantigen Pfeilern mit korinthischen Kapitellen steht, sind ein Geschenk Papst Clemens XIII. an Friedrich den Großen. In der von Ludwig Persius entworfenen und von Franz Haeberlin 1877 ausgeführten Grabkapelle liegen in der heute zugemauerten Gruft unter dem Altar Prinz Carl von Preußen (1801 - 1883), drittältester Sohn Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise, seine Gemahlin Marie (1808 - 1877), seine Tochter Luise (1829 - 1901), sein Sohn Friedrich Karl (1828 - 1885) sowie dessen Ehefrau Maria Anna (1837 - 1906).

Bauherr: Friedrich Wilhelm III. (1770 - 1840), Baumeister: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841), August Stüler (1800 - 1865), Albert Dietrich Schadow (1797 - 1869), Ludwig Persius (1803 - 1845), Franz Haeberlin (1841 - 1894)

Rudolf Scharmann
 

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