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Hermine Schönaich-Carolath, Prinzessin von Preussen

 
 
* 17.12.1887 in Greiz
† 7.8.1947 in Frankfurt a. d. Oder
Begräbnisstätte: Antikentempel im Park zu Sanssouci

Vermählt in zweiter Ehe am 5.11.1922 mit Kaiser Wilhelm II.

Kinder aus erster Ehe

Am 5. November 1922 vermählte sich Wilhelm II. in Doorn mit Prinzessin Hermine von Schönaich-Carolath, geborene Prinzessin Reuß Ältere Linie (1887-1947). Ihr Vater, Fürst Heinrich XXII. (1846-1902), war der Landesherr des souveränen Fürstentums Reuß gewesen. Zur Gemahlin hatte er sich Prinzessin Ida zu Schaumburg-Lippe (1852-1891) genommen. Kurz nach der Geburt ihres sechsten Kindes starb Fürstin Ida. Sie hatte einem Sohn und fünf Töchtern das Leben geschenkt. Hermo, wie Prinzessin Hermine seit ihrer frühesten Jugend genannt wurde, war die Zweitjüngste. Im Alter von nur vier Jahren verlor sie ihre Mutter und elf Jahre später auch ihren Vater. Die Vollendung ihrer Erziehung erlebte Hermo im Hause der Grossherzogin Luise von Baden (1838-1923), der Tochter Kaiser Wilhelms I. In diesem offen geführten Haus wurde das spätere Interesse Hermos für sozial-politische und künstlerische Themen wenn nicht angelegt so doch gefördert.

Im Jahre 1907 vermählte sich Prinzessin Hermine mit Johann Georg Prinz von Schönaich-Carolath (1873-1920). Aus dieser Ehe gingen drei Söhne und zwei Töchter hervor. Die jüngste, Prinzessin Henriette (1918-1972), heiratete 1940 den Enkelsohn Wilhelms II., Franz Joseph Prinz von Preussen (1916-1975).

Bereits zwei Jahre nach Hermines Hochzeit erkrankte Prinz Johann Georg an Tuberkulose. Entgegen ärztlicher Ratschläge nahm er am Ersten Weltkrieg teil. In dieser Zeit verwaltete Hermine die Familiengüter in Schlesien und sorgte für die Kinder. Die letzten Jahre bis zu seinem Tod begleitete Hermine ihren Gemahl in verschiedene Sanatorien, immer auf seine Genesung hoffend. Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Prinz Johann Georg starb 1920.

Im April 1922, ein Jahr nach dem Tod der Kaiserin Auguste Victoria im Doorner Exil, schrieb der zweitälteste Sohn Hermines, Georg Wilhelm (1910-1927), dem verwitweten Kaiser einen Ostergruß. Die große Verehrung, die Hermine seit ihrer frühesten Jugend für den Deutschen Kaiser empfand, hatte sich auf ihre eigenen Kinder übertragen. Wilhelm II. war sehr angetan von dem kindlichen Mitgefühl und bedankte sich mit einem eigenhändigen Brief und seinem Foto. Daraus entwickelte sich ein angeregter Briefwechsel zwischen Wilhelm II. und Hermine. Diesem Gedankenaustausch folgte im Juni desselben Jahres eine Einladung Hermines nach Doorn. Die Übereinstimmung der Gedanken und Gefühle aus den Briefen übertrug sich auf die persönliche Begegnung. Wilhelm II. bat Hermine, seine Gemahlin zu werden. Auf seinen Wunsch wurde die Hochzeit noch für das Jahr 1922 geplant, um der Einsamkeit zum Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel zu entgehen. In einem Ehevertrag wurden vollständige Gütertrennung und gegenseitiger Erbverzicht vereinbart. Hermine erhielt das Recht auf einen zweiten Wohnsitz in Berlin und das Recht, zweimal im Jahr für zwei Monate Aufenthalt in Deutschland zu nehmen, um die Besitzungen ihrer Kinder zu verwalten.
 
 
 
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Prinzessin Hermine von Preussen, Sammlung Friedhild den Toom