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Grossherzogin Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin

 
  Am 23. Februar 1803 wurde die Königin Luise von Preussen im Königlichen Palais zu Berlin von einer Tochter entbunden. In der Taufe, welche im Königlichen Schloss zu Berlin abgehalten wurde, bekam sie die Namen Friederike Wilhelmine Alexandrine Marie Helene. Ihr Rufname Alexandrine stammt von einem ihrer Paten, Kaiser Alexander I. von Russland.

Nach dem frühen Tod der Mutter schloss sich Alexandrine eng an ihren Vater und ihre Geschwister an. Dieses sehr enge Verhältnis prägte den Familiensinn der Prinzessin, welchen sie ihr ganzes Leben behielt.

König Friedrich Wilhelm III. suchte schon sehr zeitig einen geeigneten Heiratskandidaten für seine Tochter. Der Kronprinz von Schweden, der um die Hand der Prinzessin anhielt, wurde abgewiesen; das Haus Bernadotte war noch nicht in dem Kreis der alten Dynastien erwünscht. Erbgrossherzog Friedrich Ludwig von Mecklenburg-Schwerin sah die kleine Prinzessin am Berliner Hof, wollte aber seinem Sohn Herzog Paul Friedrich die Entscheidung selbst überlassen. Kurz vor der Konfirmation konnte der Herzensbund geschlossen werden, vorerst noch heimlich, da eben die Konfirmation noch nicht vollzogen war. Am 25. Mai 1822 wurde nach preussischem Hofzeremoniell die Hochzeit im Königlichen Schloss zu Berlin gefeiert.

Paul Friedrich und Alexandrine bezogen im grossherzoglichen Schloss zu Ludwigslust eine für sie neu eingerichtete Wohnung. Mit dem Regierungsantritt Paul Friedrichs im Jahr 1837 wurde der Hof nach Schwerin verlegt, und die Familie bezog dort das Alte Palais. Als Sommerresidenz diente das Greenhouse in Schwerin und für den Sommeraufenthalt in Heiligendamm das Alexandrinen-Cottage.

Diese Wohnungen behielt Alexandrine auch nach dem plötzlichen Tod ihres Gatten im Jahr 1842 bis zu ihrem Lebensende. Aus dieser glücklichen Ehe stammen drei Kinder, Grossherzog Friedrich Franz II. (1823-1883), Herzogin Luise, verh. Fürstin von Windisch-Grätz (1824-1859) und Herzog Wilhelm (1827-1879).

Alexandrine gründete drei Stiftungen in Mecklenburg, welche ihren Namen trugen. Das einzige noch existierende Alexandrinenstift ist in Ludwigslust und war zur Erziehung von Kindern gegründet worden. Somit ist das Alexandrinenstift der älteste Kindergarten Mecklenburgs und einer der ältesten in Deutschland.

Am 21. April 1892 verstarb die Grossherzogin-Mutter Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin in ihrem Palais zu Schwerin und wurde neben ihrem Gemahl im Dom zu Schwerin beigesetzt. Als Zeichen der grossen Verehrung stifteten die Mecklenburger ihrer Grossherzogin ein Denkmal. Der Bildhauer Hugo Berwald schuf eine Plastik, welche noch heute im Grünhausgarten steht und an die ehemalige Landesmutter erinnert.

Mathias Schott
 
 
 
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