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Carl Gottfried Langhans

 
 
* 15.12.1732 Landeshut 
† 1.10.1808 Grüneiche bei Breslau

Der Sohn eines Gymnasialrektors studierte zunächst Jura, Mathematik und Sprachen und war danach als Hauslehrer des Grafen Matuschka in Breslau tätig. Gleichzeitig bildete er sich offenbar als Autodidakt zum Architekten aus. Im Auftrag des Fürsten Hatzfeld, dessen Breslauer Palais er ab 1764 erbaute, unternahm Langhans eine Studienreise nach Süddeutschland, Wien und Italien. Vor seinem Amtsantritt als Leiter des Bauwesens der Breslauer Kriegs- und Domänenkammer bereiste er die Niederlande, England und Frankreich. In der Folge entstanden in Schlesien zahlreiche Kirchen, Schlösser und Paläste nach seinen Plänen. Im Jahre 1788 avancierte Langhans mit der Ernennung zum Direktor des Berliner Oberhofbauamtes schließlich zu einem der führenden Architekten seiner Zeit.

Für König Friedrich Wilhelm II. entwarf er neben dem Schlosstheater und dem Belvedere in Charlottenburg u.a. auch Innenräume im Potsdamer Marmorpalais, die in ihrer kühlen Eleganz Meisterwerke der klassizistischen Einrichtungskunst darstellen. Sein berühmtestes Bauwerk ist zweifellos das 1788 bis 1791 errichtete Brandenburger Tor in Berlin, für welches das berühmte Stadttor der Propyläen in Athen als Vorbild diente. In Langhans’ umfangreichem Gesamtwerk spiegelt sich deutlich der für die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts charakteristische Übergang vom Spätbarock zum Frühklassizismus wider. Auch sein Sohn Carl Ferdinand (1782-1869) sollte in Preussen als Baumeister Anerkennung finden.

Ulrich Feldhahn
 
 
 
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Das Brandenburger Tor in Berlin