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Hans Hermann von Katte

 
 
* 28. 02. 1704 Berlin
† 06. 11. 1730 Küstrin
Begräbnisstätte: Gruft in der Kirche zu Wust

Mit seinem Namen verbindet sich eine grausame Tragödie der preussischen Geschichte, in der aber kaum noch die Wirklichkeit von der Legende zu trennen ist. Sicher wissen wir, dass die Eltern Kattes beide aus alten Offiziersfamilien stammen. Der Vater war ein von Friedrich I. hochgeschätzter Kürassieroberst, der es noch bis zum Generalleutnant bringt und die Mutter eine Tochter des sehr verdienten Generalfeldmarschalls Graf Alexander von Wartensleben. Hans Hermann geht in Königsberg zur Schule, besucht das Paedagogium der Franckischen Stiftungen und studiert dann die Rechtswissenschaften in Königsberg und Utrecht. Wohl das Drängen König Friedrich Wilhelms I. führt ihn in die Armee und in sein Verhängnis. Er leistet seinen Dienst in demselben Regiment wie der Kronprinz.

Im Jahre 1730 offenbart ihm der Kronprinz seine Fluchtpläne und das Unheil nimmt seinen Lauf. Die Flucht wird während einer Reise durch Süddeutschland vereitelt, Friedrich festgenommen und am 16. August auch Katte in Berlin verhaftet. Ein Kriegsgericht verurteilt ihn zu lebenslanger Haft, der König aber verwandelt den Spruch zur Todesstrafe. Katte wird am 6. November unter den Augen des Kronprinzen in Küstrin enthauptet.

Der Leichnam Hans Hermanns wird nach Wust gebracht und in der Grablege derer von Katte beigesetzt. Selbst nachdem er König geworden war, besuchte Friedrich niemals Kattes Grab. Die Gruft der Familie Katte an der Kirche zu Wust steht heute zur Besichtigung offen.

Thomas Roloff
 
 
 
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Hans Hermann von Katte