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Wilhelmine Prinzessin von Preussen, Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth

 
 
* 3.7.1709 in Potsdam
† 14.10.1758 in Bayreuth

Vermählt am 30.11.1731 mit Friedrich Markgraf von Brandenburg-Bayreuth

1 Tochter

Wilhelmine, das älteste überlebende Kind König Friedrich Wilhelms I., und ihr zweieinhalb Jahre jüngerer Bruder Friedrich, der nachmalige König Friedrich der Große, verband zeitlebens eine enge Beziehung. Beide durchliefen eine harte Erziehung und litten unter ihrem strengen Vater, der auch die von seiner Gemahlin Königin Sophie Dorothea geplante Verheiratung Wilhelmines mit dem englischen Thronfolger zu Gunsten einer Ehe mit dem zukünftigen Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth verwarf.

Nach der Hochzeit im Jahre 1731 und der Übersiedelung Wilhelmines nach Bayreuth brach für die kleine oberfränkische Residenzstadt eine kulturelle Blütezeit an, von der bis heute das Neue Schloss, das prachtvolle markgräfliche Opernhaus – eines der bedeutendsten Barocktheater Europas –, sowie die eigenwilligen Gartenanlagen „Eremitage“ und „Sanspareil“ zeugen. Die anfänglich oberflächlich-harmonische Ehe, aus der lediglich eine Tochter, die nachmalige Herzogin Elisabeth Friederike Sophie von Württemberg hervorgehen sollte, wurde bald von der Untreue des Markgrafen überschattet. Die als geistreich geschilderte, vielseitig interessierte und auch künstlerisch dilettierende Wilhelmine zog sich immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück, stand aber weiterhin in engem Austausch mit ihrem Bruder und zahlreichen Geistesgrößen der Zeit. Ihre postum erschienenen Memoiren stellen eine subjektive, wenngleich überaus aufschlussreiche und mitunter schonungslose Schilderung des Daseins einer Frau in der höfischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts dar. 

Ulrich Feldhahn
 
 
 
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Antoine Pesne, Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth in Pilgertracht, um 1750