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Johann Kasimir von Kolbe, Reichsgraf von Wartenberg

 
 
* 04. 02. 1643 in der Wetterau
† 04. 07. 1712 Frankfurt am Main?

1688 trat von Kolbe in preussische Dienste und war als Günstling und Minister des Kurfürsten Friedrich III. wichtigster Architekt des preussischen Königtums. 1699 wurde ihm die Reichsgrafenwürde verliehen. 1710 fiel er in Ungnade.

Kolbe war ein Mann, der nach seinem Eintritt in den preussischen Dienst sehr schnell nach oben stieg. Ohne jede Hemmung nutzte er seinen Einfluss, um als Oberkammerherr den bis dahin unumstrittenen Danckelman auszuschalten, den Widerstand gegen sich selbst zu brechen, und schließlich Erster Minister zu werden. Nun sicherte er sich rasch Ämter und Einnahmen. Er wurde Generaldirektor der Domänen, Oberamtmann der Schatullgüter, Marschall des Königreichs, Protektor der Königlichen Akademien und Kanzler des Ordens vom Schwarzen Adler. Seine Jahreseinkünfte wurden auf über 150 000 Taler geschätzt. Die eigene Frau führte er dem König als Mätresse zu. Gemeinsam mit seinen ihm ergebenen Ministern Wartensleben und Wittgenstein - man sprach auch von den „drei großen Weh“ – befriedigten sie jede Verschwendungssucht des Monarchen und bedienten sich dabei schrankenlos selbst. 1710 wurden aber dann auch sie gestürzt. Allerdings verstand es Wartenberg, sein kolossales Vermögen zu retten.. Allein der Schmuck seiner Gattin war eine halbe Million Taler wert. So war es seiner Frau auch nach Wartenbergs Tod im Jahre 1712 möglich, ihr Leben im gewohnten Stil weiterzuführen.

Thomas Roloff
 
 
 
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