Preussen.de  
 
   
Today Family History
 
 

Eberhard Danckelmann

 
 
* 23.11.1643 Lingen (Ems)
† 31.03.1722 Berlin

 

Danckelman war Erzieher des Kurprinzen und nachdem dieser als Kurfürst Friedrich III. (der spätere Friedrich I.) zur Herrschaft kam sein Minister. 1695 wurde er zum Freiherrn erhoben und 1697 gestürzt und gefangengesetzt.

Beim Sohn eines Richters in der Grafschaft Lingen wurden bereits früh hohe Begabungen spürbar. Er trat in brandenburgische Dienste, wurde Prinzenerzieher und nach dem Regierungsantritt Friedrichs III. als Kurfürst blieb Danckelman sein enger Vertrauter und nahm einen steilen Aufstieg. In seine Verantwortung fällt 1694 die Gründung der Universität Halle und die Errichtung der Akademie der Künste in Berlin (1696). Bereits 1695 wurde er leitender Minister und Oberpräsident. Mit ihm gewannen auch seine sechs Brüder an Einfluss, sodass man auch vom allmächtigen „Danckelmanschen Siebengestirn“ sprach. 1695 noch erhob der Kurfürst sie geschlossen in den Adelsstand. Bald schon zeigte sich aber, das die erfolgreiche Arbeit des Ministers in Sachen Verwaltung und Finanzwirtschaft keineswegs nur Anerkennung und Dankbarkeit, sondern in viel höherem Maße Neid hervorbrachte. Missgunst, Intrigen und falsche Anklagen brachte ihn 1697 zu Fall. Er wurde verhaftet und gefangengesetzt. Friedrich Wilhelm I. rehabilitierte ihn, aber seine Zeit war dennoch zu Ende. Bis zu seinem Tod 1722 widmete er sich nur noch seinen Studien.

Thomas Roloff
 
 
 
© 2003 Haus Hohenzollern
 
Deutsch
Press
Newsletter
Contact
Imprint
Search
Shop