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Dorothea von Holstein-Glücksburg

 
 
* 29.9.1636 in Glücksburg
† 16.8.1689 in Karlsbad
Begräbnisstätte: Dom zu Berlin

Vermählt (I) 1653 mit dem Herzog Christian Ludwig von Lüneburg Celle (kinderlos), und (II) 1668 mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg

7 Kinder

Dorothea wurde 1636 als jüngste Tochter des Herzogs Philipp von Holstein-Glücksburg und Sophie Hedwig von Lauenburg im Residenzschloss Glücksburg geboren. Sie lebte einige Jahre am dänischen Hof Friedrichs III., zu dem verwandtschaftliche Beziehungen bestanden.

1653 heiratete sie im Alter von 17 Jahren den Herzog Christian Ludwig von Lüneburg-Celle. Die 12-jährige und wenig glückliche Ehe blieb kinderlos. Nach dem Tod des Herzogs wohnte Dorothea auf ihrem Witwensitz Herzberg am Harz.

Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg beschäftigte sich schon kurze Zeit nach dem Ableben seiner ersten Gemahlin Louise Henriette mit Wiederverheiratungsplänen. Möglicherweise kannten sich der Kurfürst und Dorothea bereits, da Christian Ludwig am brandenburgischen Hof kein Unbekannter war. Er fungierte z. B. 1657 als Taufpate für Friedrich Wilhelms Sohn Friedrich (III./I.).

Die Hochzeit mit Dorothea fand am 24. Juni 1668 in Gröningen statt. Wenige Tage später traf das neuvermählte Paar in Oranienburg ein; dort erwartete sie der Hof, um sie nach Berlin zu begleiten.

Der Kurfürst suchte vor allem eine Beraterin und Begleiterin bei den zahlreichen Regierungsreisen, Jagden und Feldzügen sowie eine Mutter für seine drei noch minderjährigen Söhne aus erster Ehe. Dorothea hatte bereits das 32. Lebensjahr erreicht und galt als geistreich und erfahren. Zwischen beiden Eheleuten entwickelte sich eine gute und liebevolle Beziehung, in der sieben Kinder geboren wurden: Philipp Wilhelm (1669-1711), Maria Amalia (1670-1739), Albrecht Friedrich (1672-1731), Karl Philipp (1673-1695), Elisabeth Sophia (1674-1748), Dorothea (1675-1676) und Christian Ludwig (1677-1734).

Friedrich Wilhelm überschrieb seiner Gemahlin u. a. das Amt Potsdam; das Potsdamer Schloss wurde ihr bevorzugter Aufenthaltsort und später ihr Wittum. Ab 1671 gehörte ihr auch Caputh - in ihrem Auftrag erfolgten Veränderungen in und an dem seit 1662 bestehenden Schloss. Die Südseite erhielt zwei quadratische Pavillonanbauten. An der nördlichen Gartenfassade wurde eine doppelläufig geschwungene Freitreppe angefügt, die zu den im Obergeschoss liegenden Wohnräumen führt. Die Gemächer und Kabinette waren mit kostbaren Ledertapeten, Brokat- oder Atlasstoffen ausgestattet. Zur Einrichtung gehörten Lackmöbel, große Spiegel, Marmorskulpturen, Porzellane, Fayencen, Silbergerät und über 300 Gemälde. Gregorio Leti, ein italienischer Historiker, beschrieb nach einem Besuch des Schlosses Caputh 1685 das Schlafgemach der Kurfürstin als „einer Königin würdig“.

Dorothea erwarb die Herrschaft Schwedt und widmete sich intensiv dem Wiederaufbau und der Erweiterung der nach dem 30-jährigen Krieg beschädigten Schlossanlage. Ihr ältester Sohn Markgraf Philipp Wilhelm begründete die Linie Brandenburg-Schwedt.

In Berlin wurde die von der Kurfürstin gegründete Dorotheenstadt nach ihr benannt.

Kurfürst Friedrich Wilhelm verstarb 1688 im Potsdamer Schloss. Nach seinem Tod lebte Dorothea sehr zurückgezogen in Potsdam. Während eines Kuraufenthaltes in Karlsbad ereilte sie der Tod am 16. August 1689. Sie wurde wie ihr Gemahl im Berliner Dom beigesetzt.

Petra Reichelt
 
 
 
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