Preussen.de  
 
   
Heute Familie Geschichte
 
 

Hohenzollerische Zeitung, 03. Mai 2004

 
 

Kinder freuen sich über kostenlose Ferien auf der Burg

Gestern traf die erste Gruppe aus Berlin ein – Abwechslungsreiches Programm wartet

Die Aufregung war ihnen anzumerken. Gestern trafen die ersten jungen Gäste in diesem Jahr der Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung ein. Sie dürfen sich nicht nur auf ein paar unbeschwerte Tage auf der Burg Hohenzollern freuen, sondern lernten sogar einen Prinzen höchstpersönlich kennen.

Einen ganzen Tag lang waren die 22 Fünft- und Sechstklässler aus Groß-Glindow und Groß-Glienicke unterwegs, bis sie ihr Ziel erreicht hatten. Noch im Bus wurde kräftig das gemeinsame Singen geübt. „Die Heimat hat sich schön gemacht“: Dieser musikalische Gruß galt Prinz Georg Friedrich von Preußen, der sich eigens Zeit genommen hatte, die Mädchen und Jung auf der Burg willkommen zu heißen und ihnen „einen wunderschönen Aufenthalt" zu wünschen. „Vielleicht erzählt ihr mir ja später mal, wie es war.“

Seit dem Sommer 1954 ermöglicht es die (zwei Jahre zuvor eingerichtete) Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung bedürftigen Kindern kostenlose Ferien auf der Burg Hohenzollern. Die ersten Kindergruppen wurden Vor 50 Jahren per Luftbrücke aus Berlin eingeflogen. Mittlerweile waren bereits mehr als 11 000 Kinder auf der Burg, in diesem Jahr werden weitere 120 erwartet.

Erstmals dabei sein wird in diesem Sommer eine Gruppe aus New York: 16 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, die unter dem Terror- Anschlag vom 11. September leiden.

Ingrid Bischoff sieht dies auch „als Zeichen des Dankes, als Geste dieses Mal in anderer Richtung“. Vor zehn Jahren hat sie die ehrenamtliche Geschäftsführung übernommen. Und wie stets hat sie auch dieses Mal den weiten Weg aus Bremen angetreten, um die Kinder zu begrüßen und auf der Burg herum zu führen – und ihnen, neben all dem abenteuerlichen Programm, das geboten wird, auch ein wenig die Geschichte des Hauses Hohenzollern näher zu bringen.

Heute morgen schon ist eine ausführliche Burgführung geplant. Dabei dürfen die Kinder sogar über den sonst nicht zugänglichen Dachboden von einem Burgflügel zum nächsten spazieren. „Auf der Internetseite hab´ mir die Burg schon angeguckt“, meint einer der Steppkes stolz. „Ich dachte eigentlich, die Burg wär´ kleiner", zeigt sich ein anderer – mitten im Burghof stehend – doch recht beeindruckt.

Auf was sie sich denn am meisten freuen? „Aufs Essen“ zum Beispiel, denn das soll, so weiß ein Dritter, „ganz besonders lecker schmecken“. Zum Einstieg gab´s gestern übrigens gleich mal Gaisburger Marsch, mit historischem Hintergrund serviert.

Die Kinder sollen Spaß haben. Auch wenn ein bisschen Unterricht nicht fehlen wird, daneben stehen zahlreiche Wanderungen und Ausflüge auf dem Programm. Die jungen Gäste auf der Burg sollen nicht nur Burgromantik und Abenteuerlust entdecken, sondern vor allem auch eins: die Natur. Denn dazu haben sie sonst nur allzu selten Gelegenheit.

Stephanie Apelt


Zurück zur Übersicht

 
 
 
© 2004 Prinzessin Kira von Preussen Stiftung
 
English
Presse
Newsletter
Kontakt
Impressum
Suche
Shop