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Neues Museum

 
  Das 1841 bis 1859 im Auftrag König Friedrich Wilhelms IV. nach Plänen des Architekten Friedrich August Stüler errichtete Gebäude war nach dem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Alten Museum das zweite Bauwerk auf der Berliner Museumsinsel. An seiner aufwendigen Innenausstattung waren zahlreiche Künstler des Spätklassizismus wie z.B. Wilhelm von Kaulbach und Friedrich Drake beteiligt.

Als erste Abteilungen wurden 1850 die Ägyptische Sammlung und das Kupferstichkabinett eröffnet, denen die „Sammlung Vaterländischer Altertümer“ und die Gipsabgusssammlung sowie die Ethnografische Sammlung folgten. Nach der kriegsbedingten Schließung und Auslagerung eines Teils der Exponate erlitt das Museum 1943 bis 1945 schwere Schäden. Erst 1985 wurde eine schrittweise Sicherung der Ruine eingeleitet, bis nach der Wiedervereinigung Deutschlands der Entschluss zu einem umfassenden Wiederaufbau fiel, mit dem schließlich 1997 der britische Architekt David Chipperfield beauftragt wurde.

Nachdem die Museumsinsel 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde, begann die Wiederherstellung des Neuen Museums ab 2003 und löste mit der von Chipperfield beabsichtigten Konservierung der Kriegs- und Nachkriegsschäden eine kontrovers geführte Debatte um Rekonstruktion und Neugestaltung historischer Bauten aus. Seit der im Oktober 2009 erfolgten Wiedereröffnung werden die reichhaltigen Sammlungen, unter ihnen die weltberühmte Büste der ägyptischen Königin Nofretete, in einem ungewöhnlich spannungsreichen Ambiente präsentiert.   

Ulrich Feldhahn
 
 
 
© 2010 Haus Hohenzollern
 
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