Preussen.de  
 
   
Heute Familie Geschichte
 
 

Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche

 
 
1891-1895 erbaut von Franz Heinrich Schwechten
1943 durch Luftangriffe zerstört
1951-1961 nach Plänen von Egon Eiermann modern wiedererrichtet

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist von Wilhelm II. als religiöser Erinnerungsort für seinen Großvater in Auftrag gegeben worden.

Der Bau wurde im Stil der Neoromanik ausgeführt und zitierte zahlreiche romanische Kirchen des Rheinlandes. Der ursprüngliche Bau war von beeindruckender Monumentalität und Größe. Schon allein seine fünf Türme gaben ihm auf dem zentralen Platz im westlichen Berlin eine beherrschende Wirkung. Wilhelm II. wollte den Kirchbau zum Zentrum eines ganzen romanischen Forums machen. Von diesem wurden aber nur zwei Bauten verwirklicht.

Die Ausschmückung im Innern der Kirche, vor allem die Mosaiken, sollten an das Leben und die Taten des alten Kaisers erinnern.

Die Luftangriffe des II. Weltkrieges ließen die Kirche als Ruine zurück, deren Wiederaufbau heftige Diskussionen entfachte. Die ursprüngliche Absicht, die Reste der alten Kirche für einen Neubau gänzlich abzutragen, konnte nicht durchgeführt werden. Stattdessen entstanden die Neubauten nach Plänen von Egon Eiermann in Ergänzung zu dem als Ruine erhaltenen Turm. Dieser 1961 abgeschlossene Aufbau in Verbindung und Kontrast von Zerstörtem und Neuem bildet einen unzweifelhaften Höhepunkt in der Nachkriegsarchitektur.

Thomas Roloff
 
 
 
© 2003 Haus Hohenzollern
 
English
Presse
Newsletter
Kontakt
Impressum
Suche
Shop
Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche