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Friedrich II.-Skulptur wieder öffentlich präsentiert

 
  Der nachmals berühmte Bildhauer Harro Magnussen (1861-1908) schuf 1890 eine bemerkenswerte Skulptur, die den greisen König Friedrich II. von Preußen (1712-1786) in seinem Sterbesessel kurz vor seinem Ableben zeigt. Die „Der Philosoph von Sanssouci in seinen letzten Stunden“ bezeichnete, ausgesprochen naturalistische Darstellung des hageren, nach vorne gebeugten Monarchen, der in ein Nachthemd gewandet von zwei Windhunden flankiert wird, erregte damals großes Aufsehen, so dass eine 1898 ausgeführte Marmorversion auf Anordnung Kaiser Wilhelms II. (1859-1941) im Arbeits- und Sterbezimmer des Königs in Schloss Sanssouci zur Aufstellung kam. Diese gelangte später in das Hohenzollern-Museum in Berlin und gilt seit dem II. Weltkrieg als verschollen. Eine Gipsfassung befindet sich bis heute in den Sammlungen des Hauses Preußen und wird erstmals vom 5. Juli bis 29. September 2012 in der Ausstellung „Homme de lettres – Fédéric – der König am Schreibtisch“ im Ausstellungsraum der Kunstbibliothek in Berlin präsentiert, bevor sie ab Oktober dauerhaft auf der Burg Hohenzollern zu sehen ist. Hierfür wurde die mit Elfenbeinmasse überzogene Plastik in der Staatlichen Gipsformerei in Berlin zunächst eingehend gereinigt, um danach kleinere abgebrochene Teile wieder anzubringen. Diese Maßnahmen sollen die Skulptur wieder präsentabel, jedoch nicht die Spuren ihrer bewegten Geschichte rückgängig machen. Somit wird im Jahr des 300. Geburtstages Friedrichs des Großen wieder ein eindrucksvolles Bildwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.    
 
 
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Die Friedrich-Skulptur in der Berliner Gipsformerei; Foto: Ulrich Feldhahn