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Am 18. Januar 1701 krönte sich Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg (1657-1711) in einer prachtvollen Zeremonie in der Königsberger Schlosskirche als König Friedrich I. in Preußen. Für den König und seine Gemahlin Sophie Charlotte (1668-1705) fertigte ein unbekannter Berliner Goldschmied zwei Bügelkronen aus getriebenem und ziseliertem Gold, auf deren Mitte sich jeweils ein blau emaillierter Reichsapfel befindet. Den dichten Besatz aus Edelsteinen ließ König Friedrich der Große (1712-1786) bereits 1741 herauslösen und anderweitig verwenden. Die beiden bis heute erhaltenen „Kronkarkassen“, d.h. Gestelle ohne Edelsteinbesatz, lassen deutlich erkennen, wo die Diamanten, Brillanten und Perlen ursprünglich befestigt waren. Für die zweite Krönung in der preußischen Geschichte am 18. Oktober 1861 ließ Wilhelm I. (1797-1888) für sich und seine Gemahlin Augusta (1811-1890) neue Kronen anfertigen, die jedoch seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen gelten. Nach der Gründung des Zweiten Deutschen Kaiserreichs 1871 entstanden Entwürfe für Kronen des Kaiser- und Kronprinzenpaares, die jedoch nicht ausgeführt, sondern lediglich als heraldische Signets verwendet wurden. Im Jahre 1889 ließ Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) bei den Berliner Hofjuwelieren Humbert & Sohn eine Neufassung der preußischen Königskrone in Auftrag geben. Sie wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der Kirche von Kleinenbremen (Westfalen) eingemauert, von den englischen Alliierten zunächst konfisziert und später dem Haus Hohenzollern zurück gegeben. Seither ist diese Krone dauerhaft auf der Burg Hohenzollern ausgestellt. Die beiden Karkassen von 1701 befinden sich als Leihgaben in der Schatzkammer des Schlosses Charlottenburg in Berlin. Im Sommer 2010 wurden sie für einige Wochen in der Schatzkammer der Burg Hohenzollern zusammen mit der Krone von 1889 präsentiert. |
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