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Trauer um Seine Hoheit Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern

 
  Am 16. September 2010 ist Seine Hoheit Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern im Kreise seiner Angehörigen verschieden.

Fürst Friedrich Wilhelm wurde am 03. Februar 1924 in Umkirch nahe Freiburg/Breisgau, als ältester Sohn (6 Geschwister) des Fürsten Friedrich von Hohenzollern und seiner Gemahlin Margarete, Tochter des Königs Friedrich August III. von Sachsen, geboren. Aus der 1951 mit Prinzessin Margarita zu Leiningen (1932-1996) geschlossenen Ehe gehen drei Söhne hervor: Erbprinz Karl Friedrich (1952), Prinz Albrecht (1954) und Prinz Ferdinand (1960).

Jugend und Schulzeit verbrachte Erbprinz Friedrich Wilhelm hauptsächlich im malerischen Schloss in Umkirch und Freiburg, wo er Volksschule und Gymnasium besucht. Das Vorhaben nach dem Abitur, wie seine Vorfahren militärischen Dienst zu leisten, nämlich im Ersten Infanterie-Regiment Nr. 9, dem Traditionsregiment in der Nachfolge des Ersten Garde-Regiments zu Fuß (Potsdam), wird zunichte gemacht. Grund war der so genannte Prinzenerlass Hitlers (1942), der alle Mitglieder ehemals regierender Häuser für "wehrunwürdig" erklärt. Erbprinz Friedrich Wilhelm wurde zum Arbeitsdienst abkommandiert.

Schmerzliche und prägende Erfahrungen im 2. Weltkrieg waren:
Aufgrund einer NS-Regime-kritischen Korrespondenz mit einem Verwandten, die in die Hände der Gestapo gerät, wird er verhaftet und einem mehrtägigen Verhör unterzogen - glückliche Umstände verhindern den drohenden Prozess. Erbprinz Friedrich Wilhelm erlebte unmittelbar die Bombardierung Freiburgs. Im September 1944 beschlagnahmte die deutsche Reichsregierung das Sigmaringer Schloss zwecks Einquartierung der französischen Kollaborationsregierung unter Marschall Pétain. Die Fürstliche Familie musste ins Schloss Wilflingen umziehen.

Konsequent bereitete sich Erbprinz Friedrich Wilhelm auf seine spätere Aufgabe (Leitung des Fürstlichen Gesamtvermögens) vor. Er studierte Volkswirtschaft in Freiburg und Genf mit Abschluss 1949. Eine Bankpraxis bei der Schweizerischen Bankgesellschaft in Basel schloss sich an. Fürst Friedrich ernannte seinen Sohn 1950 zum Generalbevollmächtigten für die Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern (Forst- und Landwirtschaft, industrielle und gewerbliche Betriebe, Immobilien). Mit dem Tod des Vaters 1965 wurde er Chef des Fürstlichen Hauses Hohenzollern. Ausgleich und Entspannung fand er insbesondere auf der Jagd, beim Fliegen und beim Skisport.

Der Wahlspruch des Hauses "Nihil sine Deo" (Nichts ohne Gott) hatte tiefgründige und maßgebliche Bedeutung im Leben des Fürsten Friedrich Wilhelm. Er verstand sich als "getreuer Sachwalter eines alten Hausguts", das nach modernen Gesichtspunkten bewirtschaftet sein will oder als Wahrer von guter Tradition in Verbindung mit zeitgemäß praktischem Denken.

Zu den herausragenden unternehmerischen und investorischen Leistungen des Fürsten Friedrich Wilhelm zählen:
Bewältigung der Wirtschaftskrise in den 70er Jahren. Durch Einsatz von Privatvermögen konnte er das Hüttenwerk Laucherthal retten, das 1973 kurz vor dem Konkurs stand. Zahlreiche Arbeitsplätze wurden so, auch durch Verkauf anderer Vermögensteile und Umstrukturierungsmaßnahmen, gesichert.

Quelle: www.hohenzollern.com
 
 
 
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Seine Hoheit Fürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern (1924-2010)