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Hundertster Geburtstag von Prinzessin Kira von Preussen (1909-1967)

 
 
Prinzessin Kira von Preussen, Grossfürstin von Russland, im Jahr 1938
Prinzessin Kira von Preussen wäre am 9. Mai 2009 einhundert Jahre alt geworden.

1938 heiratete sie Prinz Louis Ferdinand von Preussen, der 1951 als Nachfolger des letzten deutschen Kronprinzen Chef des Hauses Hohenzollern wurde. Geboren wird sie als Großfürstin von Russland 1909 in Paris. Ihr Vater, Großfürst Kirill Wladimirowitsch, war ein Enkel von Zar Alexander II. (1818-1881). Nach der Ermordung der russischen Zarenfamilie im Jahr 1918 erklärte man Kiras Vater, einen Vetter des letzten Zaren, zum Oberhaupt des Hauses Romanow.

Kiras Eltern flohen in Folge der Oktoberrevolution 1917 aus Russland nach Finnland, wo ihr einziger Bruder Waldimir (1917-1992) geboren wurde; ihre ältere Schwester Maria (1907-1951) heiratete den Fürsten von Leiningen.

Als 16-Jährige lernte Großfürstin Kira 1925 im Potsdamer Schloss Cecilienhof ihren späteren Mann, Prinz Louis Ferdinand, kennen. Es verging aber noch mehr als ein Jahrzehnt bis sie sich mit dem Enkel und Erben Kaiser Wilhelms II. verlobte. Die Hochzeit fand am 2. Mai 1938 nach russisch-orthodoxem Ritus in Potsdam statt, zwei Tage später wurde das Paar im Beisein Wilhelms II. in seinem niederländischen Exil in Doorn evangelisch getraut. Der überaus glücklichen Verbindung entstammen sieben Kinder.

1940 zog die Familie auf das Gut Cadinen bei Elbing in Ostpreußen. Bei Kriegsende flohen sie vor der Roten Armee über Potsdam nach Bad Kissingen. Seit 1947 lebte das Paar mit seinen Kindern in Bremen, ab Anfang der 60er Jahre mit Zweitwohnsitz in Berlin.


Prinzessin Kira und Dr. Louis Ferdinand Prinz von Preussen Anfang der 60er Jahre
Prinzessin Kira gründete 1952 gemeinsam mit ihrem Mann die nach ihr benannte „Prinzessin-Kira-von-Preussen-Stiftung“. Aus Mitteln des jährlich stattfindenden Wohltätigkeitskonzertes konnten Kinder aus dem damals eingeschlossenen und zerstörten Berlin kostenlose Ferien auf der Burg Hohenzollern verbringen. Der Vorsitz in der Stiftung wurde von ihrem Enkel und heutigen Chef des Hauses Hohenzollern, Prinz Georg Friedrich von Preussen, übernommen, der sie mit großem Engagement weiterführt. Nach der Wiedervereinigung erweiterte man den Kreis der Gäste der Stiftung. So sind heute neben Gruppen des Kinderschutzbundes, der SOS-Kinderdörfer und verschiedener sozialen Einrichtungen aus ganz Deutschland auch Jugendliche aus New York eingeladen, die Familienangehörige bei den Anschlägen des 11. Septembers verloren. Zudem findet in diesem Sommer zum dritten Mal ein Treffen palästinensischer, israelischer und deutscher Jugendlicher auf der Burg Hohenzollern statt, die sich im Rahmen eines Sonderprojektes um einen Beitrag zu einem besseren Verständnis und friedlichen Miteinander bemühen. Bisher konnte die Stiftung mehr als 13.000 junge Gäste auf der Burg Hohenzollern begrüßen.

Prinzessin Kira starb überraschend am 8. September 1967 im Alter von 58 Jahren in ihrem französischen Urlaubsort Saint Briac-sur-Mer. Sie wurde in der für sie geschaffenen russisch-orthodoxen Auferstehungskapelle auf der Burg Hohenzollern in Baden-Württemberg beigesetzt. Dort sollten später auch ihr Mann und zwei ihrer Töchter ihre letzte Ruhestätte finden.

Prinz Georg Friedrich von Preussen wird seiner Großmutter in diesem Jahr bei verschiedenen Veranstaltungen auf der Burg Hohenzollern gedenken. Geplant sind u. a. ein Gottesdienst und „Tag der offenen Tür“, bei der die Besucher die Gelegenheit erhalten, die Arbeit der Stiftung vor Ort kennen zu lernen.

 
 
 
 
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