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Schloss Charlottenhof

 
  Das für Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) erbaute Schloss Charlottenhof bildet gemeinsam mit seinem Park und den Römischen Bädern ein reizvolles, von Italiensehnsucht geprägtes Ensemble im Park von Sanssouci.

Die Anlage geht auf einen 1756 von Landbaumeister Johann Gottfried Büring erworbenen Besitz zurück, der zunächst aus einem Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäuden bestand. Nach mehrfachem Wechsel der Eigentümer, darunter auch die namengebende Maria Charlotte von Gentzkow, wurde das Anwesen 1826 von König Friedrich Wilhelm III. erworben. Noch im selben Jahr beauftragte sein ältester Sohn den Gartendirektor Peter Joseph Lenné mit der Gestaltung des bis dahin nur landwirtschaftlich genutzten Terrains. Durch die Schaffung künstlicher Bodenerhebungen und Wasserflächen, das Anlegen eines unregelmäßigen Wegenetzes und vielfältige Neupflanzungen entstand um das gleichzeitig von Karl Friedrich Schinkel zu einer schlossartigen klassizistischen Villa umgebaute Wohnhaus ein abwechslungsreicher Landschaftsgarten. Das Innere des 1829 fertiggestellten Schlösschens beherbergte die in ihren Ausmaßen bescheidenen, aber behaglich und individuell eingerichteten Wohn- und Empfangsräume des Kronprinzenpaares, in denen sich u.a. zahlreiche Erinnerungsstücke an gemeinsame Reisen erhalten haben.

Die durch Schinkel und Ludwig Persius in den Jahren 1829 bis 1840 nordöstlich errichtete Anlage der Römischen Bäder vermittelt in ihrer malerischen Gruppierung gleichfalls südliche Heiterkeit. Ähnlich wie die Terrasse vor Schloss Charlottenhof wird das mit einem Turm versehene Gärtnerhaus durch eine weinumrankte Pergola mit dem Pavillon am Nordufer des nach einer dort früher befindlichen Pumpanlage benannten Maschinenteichs verbunden. Das eigentliche Römische Bad schließt sich an die Arkadenhalle hinter dem Gehilfenhaus an und stellt in seiner filigranen Ausmalung und der Verwendung zahlreicher Kopien von antiken Kunstwerken weniger die Nachbildung einer römischen Therme, sondern vielmehr eine architektonische Erinnerung und romantische Neuschöpfung dar.

Ulrich Feldhahn
 

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Blick auf Schloss Charlottenhof von den Römischen Bädern