Preussen.de  
 
   
Heute Familie Geschichte
 
 

Schloss Babelsberg

 
  Die Realisierung des einfühlsam in die Havellandschaft gegenüber der Glienicker Brücke hineinkomponierten Schlosses Babelsberg hatte eine lange Vorlaufzeit, bis sie schließlich ab 1833 in mehreren Phasen durchgeführt werden konnte. Schon früh hatte Prinz Wilhelm von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., die Schönheit des sogenannten Baberts- oder Babelsbergs bei Potsdam erkannt und seinen Vater Friedrich Wilhelm III. um die Genehmigung zum Bau eines dortigen Sommersitzes gebeten, die dieser aber in Anbetracht der damals politisch wie finanziell schwierigen Situation ablehnte. Dennoch ließen der Prinz und sein baufreudiger Bruder, der nachmalige Friedrich Wilhelm IV., erste Pläne anfertigen, unter denen sich auch ein Entwurf des Schinkel-Schülers Ludwig Persius für eine kastellartige Anlage im „normännischen“ Stil befand.

Der entscheidende Impuls dürfte letztlich von Wilhelms Frau Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach ausgegangen sein, die sich aus ihrer Heimat englische Architekturvorlagen schicken ließ, um darin Anregungen für ein Haus im seinerzeit beliebten Cottagestil zu finden. Die zunächst eher bescheidenen Pläne begannen sich jedoch in den Folgejahren zunehmend auszudehnen, so dass der ursprüngliche, von Karl Friedrich Schinkel entworfene Bau später von Persius und nach dessen Tod schließlich von Rudolf Wilhelm Gottgetreu und Johann Heinrich Strack 1848 vollendet wurde.

Die im Erdgeschoss die Wohnung der Prinzessin und darüber die ihres Mannes beherbergende Anlage erfuhr durch den Anbau eines jeweils zweigeschossigen Tanz- und Speisesaals sowie einen daran anschließenden Trakt mit Wohnräumen der Kinder eine beträchtliche Erweiterung. Sowohl die malerische äußere Erscheinung, als auch die mehrheitlich im neugotischen Stil gehaltene Innenausstattung verraten deutlich englische Vorbilder. Der weitläufige, zunächst auf Peter Joseph Lenné zurückgehende Park wurde in den 1840er Jahren durch den berühmen Landschaftsgärtner Hermann Ludwig Fürst von Pückler-Muskau gestaltet und um zahlreiche Kleinarchitekturen bereichert.

Nach entstellenden An- und Umbauten und langer zweckentfremdeter Nutzung gewinnt Schloss Babelsberg in den letzten Jahren wieder allmählich sein ursprüngliches Aussehen zurück.

Ulrich Feldhahn
 

ÜBERSICHT
Sanssouci
Schloss Charlottenhof
Babelsberg
Neues Palais
Potsdamer Stadtschloss
Alexandrowka
Cecilienhof
Marmorpalais
 
 
 
 
© 2003 Haus Hohenzollern
 
English
Presse
Newsletter
Kontakt
Impressum
Suche
Shop
Entwurf für das Landhaus des Prinzen Wilhelm K. H. auf dem Babelsberge bei Potsdam