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Sonnenburg

 
  Sonnenburg, heute Słonsk/Polen, ein kleines Städtchen an der Warthe, 15 km östlich von Küstrin gelegen war seit dem 15. Jahrhundert Hauptsitz des Johanniterordens in der Ballei Brandenburg.

In den Jahren 1662 bis 1667 ließ  Johann Moritz von Nassau-Siegen, der 1652 zum Herrenmeister des Ordens berufen wurde, ein neues Residenzschloss errichten. Ähnlich wie in Kleve lag es auch hier in seinem Bestreben, zur Landeskultivierung und künstlerischen Landschaftsgestaltung der im Dreißigjährigen Krieg verwüsteten Umgebung beizutragen. Johann Moritz, der sich selbst an den Entwürfen des Schlosses beteiligte, beauftragte den Holländer Cornelis Ryckwaert (gest. 1693) mit der Bauausführung. Die Baupläne werden aufgrund der Gemeinsamkeiten mit dem Huis ten Bosch in Den Haag von der Forschung übereinstimmend dem Architekten Pieter Post (1608-1669), einem der bedeutendsten Vertreter des Holländischen Klassizismus, zugeschrieben. Es handelt sich um einen imposanten dreistöckigen Backsteinbau über rechteckigem Grundriss. Zwei Eckrisalite flankieren an der Hauptfassade einen zurückspringenden Mittelteil, dessen drei nur wenig vortretende mittlere Achsen mit einem Dreiecksgiebel überdacht sind. Auch der plastische Bauschmuck bleibt der Fassadenmitte vorbehalten. In der Mittelachse lag das Treppenhaus und ein über zwei Geschosse reichender Saal, der als Kapitelsaal diente.

Schloss Sonnenburg diente - mit Ausnahme der Zeit von 1810 bis 1855, als der Orden aufgelöst war - bis 1945 als Ordenssitz. Im Zweiten Weltkrieg blieb das Haus unzerstört, es brannte jedoch 1975 aus und ist seitdem nur noch als Ruine erhalten.

Claudia Sommer

 

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