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Schwanenburg

 
  Auf einem Steilhang (Kliff) über einem Altwasser des Rheins wurde im 10. Jahrhundert die Burg Clive gegründet. Die Dynastie der Grafen, später Herzöge von Kleve, die durch Tatkraft und kluge Politik zu Macht und Ansehen gekommen waren, starb 1609 aus. Ein Teil ihres Herrschaftsgebietes fiel an Brandenburg. Nachdem Kurfürst Friedrich Wilhelm 1647 Johann Moritz von Nassau-Siegen zum Statthalter der Provinzen Kleve und Mark ernannt hatte, erlebte die Stadt eine kulturelle Blütezeit. Bevor der Kurfürst mit seiner jungen Gemahlin Louise Henriette nach Berlin übersiedeln konnte, hatten sie von Januar 1647 bis Oktober 1649 ihre Hofhaltung auf der Schwanenburg eingerichtet.

Auch in den folgenden Jahren blieb Kleve häufiger Aufenthaltsort des Kurfürstenpaares. Glanzvolle Höhepunkte waren die hier ausgerichteten Hochzeiten der Prinzessinnen Albertine Agnes und Maria von Oranien, der beiden jüngsten Schwestern der brandenburgischen Kurfürstin. Von 1663 bis 1666 ließ Johann Moritz die Burg nach Entwürfen des holländischen Architekten Pieter Post (1608-1669) modernisieren und erweitern. Der bereits um 1750 einsetzende Verfall führte am Ende des 18. Jahrhunderts zum teilweisen Abbruch der Anlage. Ab 1828 erneuter Umbau und Nutzung als Justizgebäude. 1944 wurde die Burg durch Luftangriffe auf Kleve weitgehend zerstört. Wiederaufbau bis 1950 und heutige Nutzung als Landesgericht.

Der Name „Schwanenburg" wurde erst im 19. Jahrhundert in Erinnerung an die mittelalterliche Schwanenrittersage gebräuchlich. Bis dahin berichteten die Quellen immer nur vom „Hof" oder „Slot van Cleef". Allerdings hat der Schwan, der seit 1453 den Burgfried bekrönt, dem markanten Burgturm schon im 15. Jahrhundert zu der Bezeichnung „Schwanenturm" verholfen.

Claudia Sommer

 

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