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Reichsgründung

 
  Als Reichsgründung wird gemeinhin die Kaiserproklamation im Spiegelsaal des Schlosses Versailles am 18. Januar 1871 verstanden. Der preussische König Wilhelm I. wurde Deutscher Kaiser.

Diesem Ereignis war ein langer Weg vorangegangen. Das insbesondere in den Befreiungskriegen gegen Napoleon gewachsene Nationalbewusstsein rief nach dem Wiener Kongress eine immer stärker werdende Nationalbewegung hervor. Leidenschaftlich, aber weitgehend ohne deutsche Besonderheiten zu berücksichtigen, wurde dann in den Revolutionsjahren 1848/49 auch um die staatliche Einheit gerungen.

Erreicht wurde sie aber erst nach drei sogenannten Einheitskriegen. Den ersten führten Preussen und Österreich 1864 noch gemeinsam gegen Dänemark, den zweiten 1866 gegeneinander, und den dritten führte Preussen mit seinen Verbündeten gegen Frankreich. Bereits 1867 wurde durch Preussen der Norddeutsche Bund errichtet, dessen Verfassungskonstruktion die des späteren Reiches im wesentlichen vorweg nahm. Darum war die Reichsgründung eigentlich nur noch eine Erweiterung des Bundes auf die süddeutschen Staaten Baden, Bayern, Württemberg und um die südlich des Main gelegenen Teile Hessens.

Thomas Roloff


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