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Orden

 
  Mit dem sich vom lateinischen „ordo“ im Sinne von „Ordnung“ oder „Rang“ ableitenden Begriff des Ordens bezeichnet man religiöse oder weltliche Ordensgemeinschaften, aber auch das verliehene Abzeichen als solches. Das europäische Ordenswesen wurzelt im mittelalterlichen Mönchtum und den während der Kreuzzüge gegründeten geistlichen Ritterorden. Im späten Mittelalter entstanden zahlreiche weltliche Ritterorden, deren Ziel nicht mehr vorrangig die Verteidigung des Glaubens, sondern die Mehrung des Ansehens und der Macht des jeweiligen Ordensgründers bzw. Fürsten war. Durch eine begrenzte Mitgliederzahl und genau reglementierte Aufnahmebedingungen hatten diese Vereinigungen eher den Charakter exklusiver Interessengemeinschaften.

Dagegen wurden Ende des 17. Jahrhunderts auch allmählich Auszeichnungen geschaffen, die für einzelne geleistete Dienste verliehen wurden. Nach dem Vorbild der Heeresstruktur teilte man die anfangs rein militärischen Verdienstorden, denen später Orden für zivile Leistungen und sogenannte „Damenorden“ folgten, in Klassen ein. Mit der Geschichte des Ordenswesens und der Erforschung seiner jeweiligen Bestandteile befasst sich die Wissenschaft der Phaleristik. 

Zu den berühmtesten preußischen Orden gehören der anlässlich der Krönung Friedrichs I. im Jahre 1701 gestiftete „Orden vom Schwarzen Adler“, der 1740 von Friedrich dem Großen gegründete Verdienstorden „Pour le mérite“, dem Friedrich Wilhelm IV. eine Zivilklasse für Verdienste um Kunst und Wissenschaft hinzufügte, sowie das von Friedrich Wilhelm III. in den Befreiungskriegen 1813 gestiftete „Eiserne Kreuz“, dessen Entwurf auf den berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel zurückgeht.

Ulrich Feldhahn


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Der Schwarze Adler Orden