Preussen.de  
 
   
Heute Familie Geschichte
 
 

Novemberrevolution 1918

 
  Die Novemberrevolution im Herbst 1918 war die Folge von militärischer Niederlage und physischer Erschöpfung am Ende des Ersten Weltkrieges.

Der Befehl zum Auslaufen der Flotte gegen England (29. Oktober) wurde mit einer Matrosenmeuterei in Wilhelmshaven (30. Oktober) beantwortet. Am 4. November brach die Revolution in Kiel aus und breitete sich rasch auf andere Städte aus – zuletzt in München (7. November) und Berlin (9. November). Die Novemberrevolution erzwang den Sturz der Hohenzollern-Monarchie und der Fürsten in den einzelnen deutschen Staaten. Die politischen Macht ging von Reichskanzler Prinz Max von Baden an Friedrich Ebert über.

Zur Niederschlagung der Revolution schloss Friedrich Ebert am 10. November ein Geheimabkommen mit der Obersten Heeresleitung. Der kaiserliche Regierungs- und Verwaltungsapparat blieb bestehen. Arbeiter- und Soldatenräte wurden gebildet. Karl Liebknecht rief die sozialistische Republik vom Balkon des Berliner Schlosses aus, doch hatte Philipp Scheidemann bereits kurz zuvor im Reichstag die Republik ausgerufen.

Am 24. Dezember fanden erbitterte Kämpfe um den Berliner Marstall mit der Volksmarinedivision statt.

Generalstreik, Unruhen und Straßenkämpfe (Spartakusaufstand) tobten in Berlin. Die Wahlen zur Nationalversammlung (19. Januar 1919) zeugten von der Veränderung des Kräfteverhältnisses der Klassen zugunsten der Konterrevolution. Mit dem Zusammentritt der Nationalversammlung am 6. Februar 1919 begann der schrittweise Ausbau der bürgerlichen Staatsmacht. Mit der Niederschlagung der Münchner Räterepublik am 3. Mai 1919 endete die Novemberrevolution.

Jörg Kirschstein


Zurück zum Lexikon
 
 
 
© 2003 Haus Hohenzollern
 
English
Presse
Newsletter
Kontakt
Impressum
Suche
Shop