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Heiliges Römisches Reich

 
  Die Erneuerung des Reiches war das zentrale politische Programm des Mittelalters. So gehörte das Romanum Imperium schon zum Kaisertitel Karls des Großen und verband sich seit dem 2. Februar 962 fest mit dem Kaisertum, welches Otto der Große erneuert und angenommen hatte.

In Urkunden Friedrichs I. findet sich erstmals 1157 die Titulatur Sacrum Imperium. Damit sollte die Stellung des Reiches gegenüber der Kirche betont und auch die sakrale Rolle des Kaisers herausgestellt werden. Erst im 15. Jahrhundert trat der Zusatz „deutscher Nation“ zum Namen, um die deutschen Reichsteile in Unterscheidung zu Italien und Burgund zu bezeichnen, keinesfalls aber um den universalen Anspruch des Reiches zu beschränken.

Spätestens mit dem Westfälischen Frieden (1648), dem Aufstieg der Nationalstaaten und dem Zerbrechen der religiösen Einheit des Abendlands beginnt der äussere Niedergang des Reiches. Mitten in den napoleonischen Wirren, unmittelbar nach der Bildung des Rheinbundes, der dem Reich die Grundlagen entzog, legte Franz II. am 6. August 1806 die Kaiserkrone nieder und das „Heilige Römische Reich deutscher Nation“ fand sein Ende.

Thomas Roloff


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