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Gründerzeit

 
  Mit dem Begriff „Gründerzeit“ werden im Allgemeinen die Jahre nach dem deutsch-französischen Krieg und der 1871 erfolgten Reichsgründung bezeichnet, die von einem wirtschaftlichen Aufschwung und zahlreichen spekulativen Neugründungen geprägt waren. So entstanden allein in Preussen bis 1872 über 780 neue Aktiengesellschaften, von denen jedoch einige beim so genannten „Gründerkrach“ im darauffolgenden Jahr schon wieder zusammenbrachen.

Die durch die Zahlung der französischen Kriegsentschädigung begünstigte, sprunghafte Prosperität umfasste in Sonderheit auch Kreise des aufstrebenden Bürgertums. Die Errichtung einer Vielzahl von öffentlichen und privaten Gebäuden war die Folge. Neben aufwändigen Regierungs- und Verwaltungsbauten, Firmensitzen und Fabrikanlagen entstanden monumentale Denkmäler und prunkvolle Villen und Wohnhäuser. Deren Inneres wurde meist von dunklen Farbtönen und einer mitunter gedrängten Fülle von historischen und zeitgenössischen Ausstattungsstücken im Stil der Renaissance und des Barock beherrscht.

Ulrich Feldhahn


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