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Wilhelm Prinz von Preussen

 
 
* 4.7.1906 im Marmorpalais zu Potsdam
† 26.5.1940 gefallen in Nivelles/Belgien
Begräbnisstätte: Antikentempel im Park von Sanssouci

Vermählt am 3.6.1933 mit Dorothea von Salviati

2 Töchter

Der älteste Sohn des Kronprinzen wurde nach Tradition des Hauses Hohenzollern an seinem 10. Geburtstag, im Juli 1916, als Leutnant in das 1. Garde Regiment z. F. aufgenommen. Nach der Abdankung des Kaisers und dem Thronverzicht des Kronprinzen lebte Wilhelm in Potsdam und besuchte gemeinsam mit seinem Bruder Louis Ferdinand das städtische Realgymnasium.

Eine militärische Laufbahn in der Weimarer Republik blieb dem ältesten Enkel Wilhelms II. versagt. Seine Vorliebe für die Armee hatte zu schweren politische Verwicklungen geführt. Als Prinz Wilhelm im Jahre 1926 als Gast an einer Reichswehrübung teilnahm, mußte der Chef der Heeresleitung, Generaloberst Hans von Seeckt, seinen Rücktritt einreichen.

Ab 1925 studierte Wilhelm Jura an den Universitäten in Königsberg, München und Bonn. Der Kronprinzensohn erfreute sich durch seinen untadeligen Charakter und seine Bescheidenheit allgemeiner Beliebtheit. Eigenschaften, die er mit seinem Ururgroßvater Kaiser Wilhelm I. teilte.

Seine im Juni 1933 geschlossene Ehe mit Dorothea von Salviati galt nach dem hohenzollerschen Hausgesetz als nicht ebenbürtig. Prinz Wilhelm verzichtete daher auf seine Erstgeborenenrechte, ohne dabei auf den Thronanspruch für seine Person zu verzichten. Ab 1935 lebte er als Gutsverwalter mit seiner Familie im schlesischen Klein Obisch. Aus der glücklichen Ehe sind zwei Töchter hervorgegangen.

Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges nahm Prinz Wilhelm als Oberleutnant d. R. am Frankreichfeldzug teil, bei den Kämpfen um Valenciennes wurde er schwer verwundet. Am 26. Mai 1940 verstarb er in einem Feldlazarett in Nivelles. Zur Trauerfeier in der Potsdamer Friedenskirche und anschließenden Beisetzung im Antikentempel im Park von Sanssouci waren 50 000 Trauergäste gekommen. Die überwältigende Anteilnahme am Tod des Prinzen veranlaßte Hitler einen sog. „Prinzen-Erlass“ zu verkünden. Dieser verbot den Fronteinsatz aller Hohenzollernprinzen. Als Begründung wurde angegeben, dass das ’Dritte Reich’ „auf den Heldenmut fürstlicher Vaterlandsverteidiger verzichten könne“.

Jörg Kirschstein
 

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