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* 30.9.1909 im Marmorpalais zu Potsdam
† 8.4.1950 in Windhuk, Südwestafrika Begräbnisstätte: St. Michaels-Bastei, Burg Hohenzollern Vermählt (I) am 29.12.1941 in Schloss Oels mit Maria Anna Freiin von Humboldt-Dachroeden (gesch. 1943) und (II) am 5.6.1943 in Schloss Prillwitz mit Magdalene Prinzessin Reuß Prinz Hubertus wurde als dritter Sohn des Kronprinz Wilhelm geboren. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie im Jahre 1918 verließ Hubertus gemeinsam mit seiner Mutter die Heimatstadt Potsdam um mit den jüngeren Geschwistern im schlesischen Oels in der Nähe von Breslau zu wohnen. 1934 trat der Kaiserenkel in das Infanterieregiment 8 ein, das in Frankfurt/Oder stationiert war. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nahm er am Polenfeldzug teil, mußte jedoch nach dem Tode seines Bruders Wilhelm im Jahre 1940, auf Grund des Prinzen-Erlasses, aus dem Frontdienst ausscheiden. Da er zuvor die Verkehrsfliegerschule absolviert hatte, konnte er jetzt als Fliegeroffizier auf dem Fliegerhorst in Brieg (Schlesien) eingesetzt werden. Als 1943 auf Befehl Hitlers alle Mitglieder fürstlicher Hauser aus der Wehrmacht ausscheiden mussten, übernahm Hubertus mit seiner Gemahlin Prinzessin Magdalene Reuß die Bewirtschaftung des hohenzollerschen Gutes Wildenbruch östlich von Schwedt/Oder. Nach dem Ende des Krieges fand das Prinzenpaar zuerst Aufnahme beim Fürsten Ysenburg in Büdingen, bevor Prinz Hubertus im Jahre 1947 die Bewirtschaftung des Weingutes Rheinhartshausen (Rheingau) übernahm. Im Januar 1950 begab sich Hubertus nach Marienthal bei Windhuk in Südwestafrika. Sein Bruder Friedrich hatte die ehemaligen kaiserlichen Farmen „Dickdorn“ und „Kosis“ erworben. Hubertus plante sich künftig mit der Zucht von Karakul-Schafen eine neue Existenz aufzubauen. Im Frühjahr sollte seine Gemahlin mit den beiden Töchtern ebenfalls nach Afrika übersiedeln. Doch bereits am 8. April 1950 starb Prinz Hubertus an den Folgen einer Blinddarmoperation. Jörg Kirschstein
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© 2003 Haus Hohenzollern |
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