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Adalbert Prinz von Preussen

 
 
Kaiserin Auguste Victoria mit ihrem Sohn Adalbert und dessen Gemahlin Adelheid, 1915 (Sammlung Kirschstein)
* 14. Juli 1884 im Marmorpalais zu Potsdam
†  22.September 1948 in La Tour-de-Peilz bei Montreux, SchweizBegräbnisstätte: La-Tour-de-Peilz bei Montreux, Schweiz

Vermählt am 3.8.1914 mit Adelheid zu Sachsen-Meiningen

3 Kinder

Adalbert wurde als dritter Sohn Kaiser Wilhelms II., wie seine beiden älteren Brüder, im Potsdamer Marmorpalais geboren. Die besondere Vorliebe des Kaisers für die preussische Marine gab den Anlass, dem neugeborenen Prinzen bereits mit dem Taufnamen eine berufliche Bestimmung zu geben. Ein Neffe Kaiser Wilhelm I. gleichen Namens hatte als Admiral maßgeblichen Anteil am Aufbau der preussischen Flotte.

Nach seiner militärischen Erziehung, die er gemeinsam mit seinen Brüdern auf der „Prinzeninsel" Plön erhielt, besuchte Adalbert die Marineschule in Kiel, um dort als Marineoffizier ausgebildet zu werden. Nach abgeschlossener Ausbildung unternahm der Prinz einige Auslandsreisen, und vertrat seinen kaiserlichen Vater an den Höfen von Peking und Athen. Als Marineoffizier bewohnte er ein kleines Haus am Kieler Hafen, die „Villa Seelust". Am 3. August 1914, unmittelbar nach Beginn des Ersten Weltkrieges, heiratete er in Wilhelmshaven die 22jährige Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen. Die Familie der Prinzessin war eng mit dem preussischen Königshaus verbunden. Ihr Großvater Herzog Georg II. hatte eine preussische Prinzessin geheiratet. Dessen ältester Sohn Herzog Bernhard III. war mit Prinzessin Charlotte, einer Tochter Kaiser Friedrichs III., vermählt.


Prinz Adalbert mit Gemahlin in Bad Homburg, 1924 (Sammlung Kirschstein)
Aus der überaus glücklichen Ehe gingen drei Kinder hervor, wovon das älteste bereits am Tage der Geburt verstarb. Im Ersten Weltkrieg war Adalbert Kommandant des Kreuzers „Danzig", anschließend übernahm er für drei Jahre das Kommando eines Torpedobootes, und wurde kurz vor Ende des Krieges an die Front nach Flandern versetzt. Im Kriege übertrug Kaiserin Auguste Victoria ihren Schwiegertöchtern sozial-karitative Aufgaben. Adelheid war maßgeblich an der Entstehung von zwei Marinegenesungsheimen beteiligt. Im Juli 1918 konnten die Heime für die Angehörigen der Seestreitkräfte und des Marinekorps in Berchtesgaden eröffnet werden.

Die Tatsache, dass ausgerechnet die Aufstände der Hochseeflotte im November 1918 schließlich zum Sturz der Monarchie führten, verletzte Adalbert tief. Im Sommer 1919 verließ er Kiel und bezog mit seiner Familie eine Villa in Bad Homburg. Sie gaben ihrem neuen Heim den Namen „Adelheidswert". Die kommenden Jahre lebten sie zurückgezogen in Deutschland. Die schlechte gesundheitliche Verfassung der Prinzessin Adelheid machte häufige Aufenthalte in der Schweiz notwendig. Schließlich siedelte die Familie dauerhaft in die Schweiz über und nahmen für einige Jahre den Namen Graf und Gräfin Lingen an. Adalbert, der weiterhin sehr zurückgezogen in La Tour de Peilz am Genfer See lebte, verstarb dort am 22. September 1948 im Alter von 64 Jahren. Seine Witwe, die nach dem Tode ihres Mannes außer zur Kaisertochter Victoria Luise kaum noch Kontakte zum Haus Hohenzollern unterhielt, verstarb erst 1971.

Jörg Kirschstein
 

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