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Margarete Prinzessin von Preussen

 
 
Margarete Prinzessin von Preussen um 1893
* 22.4.1872 im Neuen Palais zu Potsdam
† 22.1.1954 in Schönberg, Nähe Kronberg i. Taunus
Begräbnisstätte: Burg Kronberg i. Taunus.

Vermählt am 25. Januar 1893 mit Prinz Friedrich Karl von Hessen, dem späteren Landgraf von Hessen

6 Kinder

Margarete, genannt nach ihrer Taufpatin, der Königin Margarita von Italien, war das jüngste Kind des Kronprinzenpaares und wurde in der Familie „Mossy" gerufen. Sie war der Liebling ihrer Eltern und verlebte eine glückliche und unbeschwerte Kindheit. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1888 wurde sie - zusammen mit ihren Schwestern Victoria und Sophie - zur Stütze der verzweifelten Mutter.

Nachdem ihre Schwärmerei für Prinz Max von Baden auf keine Gegenliebe stieß, verlobte sie sich im Jahr 1892 mit Prinz Friedrich Karl von Hessen. Ihre Mutter, die sich nun Kaiserin Friedrich nannte, war begeistert von dieser Verbindung, denn der Bräutigam teilte viele ihrer Interessen. Allerdings war er nicht vermögend und hatte keinen eigenen Besitz, was seinen zukünftigen Schwager Kaiser Wilhelm II. dazu bewog, nur höchst widerwillig sein Einverständnis zu geben.

Nach der Geburt von zwei Söhnen wurde Margarete noch einmal Mutter von zweimal Zwillingssöhnen. Queen Victoria soll über die besonders schnelle Zunahme der Zahl ihrer Urenkel sehr amüsiert gewesen sein.

Margarete und Friedrich Karl waren sehr beliebt. In späteren Jahren hatten sie viele Schicksalsschläge zu erleiden: Ihre beiden älteren Söhne fielen im ersten Weltkrieg, ein weiterer Sohn, Prinz Christoph, starb als Major der Luftwaffe im zweiten Weltkrieg.

Ihr ruhiges Leben wurde im Jahr 1918 unterbrochen, als man ihrem Mann Friedrich Karl anbot, König von Finnland zu werden, nachdem dieses von Russland unabhängig geworden war. Er wurde vom finnischen Parlament gewählt. Der neue König teilte dem Parlament mit, dass er das Ergebnis der Friedensverhandlungen abwarten wolle, bevor er endgültig akzeptierte, und zog seine Kandidatur nach nur zwei Monaten „Regentschaft" am 20. Dezember 1918 zurück.


Margarete Landgräfin von Hessen um 1950
Margarete erbte den Witwensitz ihrer Mutter, Schloss Friedrichshof in Kronberg i. Taunus, zusammen mit der umfangreichen Kunstsammlung und den finanziellen Mitteln, die es Tochter und Schwiegersohn ermöglichen sollten, Schloss und Sammlung in ihrem Sinne zu erhalten.

Im Jahr 1945 wurde Friedrichshof von den amerikanischen Truppen besetzt, Margarete fand Zuflucht in einem Cottage im Park des Schlosses. Ihre umfangreiche Juwelensammlung, größtenteils ererbt von der Mutter, war vorher im Schloss versteckt worden. Die Juwelen wurden gefunden, und mit Hilfe von zwei Offizieren nach Amerika verschleppt. Der Diebstahl wurde aufgedeckt, die Schuldigen zur Verantwortung gezogen, aber dennoch wurde ein Großteil der Schmuckstücke nie wieder gefunden.

Margarete starb als letzte der Kinder Kaiser Friedrichs III. im Jahr 1954 und fand ihre letzte Ruhestätte am Familienfriedhof des Hauses Hessen auf der Burg Kronberg i. Taunus.

Michaela Blankart
 

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