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Charlotte Prinzessin von Preussen

 
 
Charlotte Prinzessin von Preussen, 1867
* 24.7.1860 im Neuen Palais zu Potsdam
† 1.10.1919 in Baden-Baden
Begräbnisstätte: Park von Schloss Altenstein

Vermählt am 18. Februar 1878 in Berlin mit Bernhard III. Friedrich Wilhelm Albert Georg, Herzog von Sachsen-Meiningen

Eine Tochter

Prinzessin Charlotte war die älteste Schwester Wilhelms II., und gehörte zusammen mit dem zwei Jahre später geborenen Bruder Heinrich zu den ersten drei Kindern des Prinzen Friedrich Wilhelm und der Prinzessin Victoria, die in einem sehr problematischen Verhältnis zu ihrer Mutter aufwuchsen. Keines dieser drei Kinder vermochte deren hohen Anforderungen gerecht zu werden. Victoria beschreibt Charlotte in einem Brief an ihre Mutter: „Sie ist ein höchst schwierig zu erziehendes Kind. Wenn sie nicht so dumm und zurückgeblieben wäre, würde ihre Ungezogenheit nicht stören". Auch Charlottes Äußeres wurde von der Mutter kritisiert: „Sie bewegt sich und geht höchst ungraziös, steckt ihre Ellbogen heraus und zockelt herum... Sie hat auch die Hände und Füße ihres Papas geerbt, was für eine junges Mädchen höchst unglücklich ist."

Charlotte ihrerseits kritisierte ihre Eltern - ganz die Schwester ihres Bruders Wilhelm. Beide standen unter dem Einfluss ihrer Großmutter, der Kaiserin Augusta, die mit zunehmenden Alter gegen ihre Schwiegertochter opponierte. Das Verhältnis Charlottes zu ihrer Mutter besserte sich erst in späteren Jahren.


Charlotte von Preussen mit ihrem Mann, Prinz Bernhard von Sachsen-Meiningen, um 1878
Im Jahr 1877 lernte sie Prinz Bernhard von Sachsen-Meiningen kennen, einen Studienfreund ihres Bruders Wilhelm, und schon ein Jahr später fand die Hochzeit statt. 1879 wurde die einzige Tochter Feodora geboren.

Die Intrigen der kettenrauchenden Charlotte wurden mit den Jahren legendär - Eltern und Bruder Wilhelm wurden gekonnt gegeneinander ausgespielt. Sie reiste viel, um die Verwandten an den verschiedenen Höfen Europas zu besuchen, und verstand es auch dort Unfrieden zu stiften. Dennoch konnte sie sehr charmant sein und beeindruckte durch ihr Wissen über Pferde und Pflanzen, aber auch ihre Begeisterung für Politik.

Zeitlebens litt sie unter verschiedenen Krankheiten, die sie zu ausgedehnten Kuraufenthalten zwangen. 1919 starb sie im Alter von nur 59 Jahren an Krebs.

Michaela Blankart
 

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