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Karl Friedrich Schinkel - des Königs Baumeister

 
 
* 13. März 1781 in Neuruppin 
† 09. Oktober 1841 in Berlin

Nach seiner Ausbildung bei David Gilly und an der gerade eröffneten Bauakademie führte den jungen Karl Friedrich Schinkel eine Studienreise 1803 nach Italien und Frankreich. Die auf dieser und weiteren Reisen gesammelten Eindrücke waren richtungsweisend für seine spätere Bautätigkeit. Neben der italienischen Landschaft, die Schinkel zu Zeichnungen nach der Natur anregte, studierte er auch Werke der mittelalterlichen wie neuzeitlichen Baukunst.

Nach seiner Rückkehr 1805 gab es jedoch aufgrund der politischen Lage in Preußen zunächst kaum Aufträge für ihn. Statt dessen nutzte er sein zeichnerisches Talent und war vorwiegend als Maler tätig. Nachdem sein erster Auftrag für Bühnenbilder zu der Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ ein großer Erfolg wurde, erhielt er ab 1815 immer wieder Aufträge für Theaterdekorationen. Auch Königin Luise wurde auf sein Talent aufmerksam und beauftragte ihn, einige ihrer Wohnräume auszustatten. Durch die Förderung von Wilhelm von Humboldt trat Schinkel schließlich 1810 in den Dienst des staatlichen Bauwesens und wurde 1830 zum Oberlandesbaudirektor ernannt.

Nach dem Bau der Neuen Wache 1816, folgten 1818 das Schauspielhaus, 1822 das Alte Museum und 1824 die Friedrichwerdersche Kirche sowie zahlreiche weitere öffentliche und private Bauten Außerhalb der preußischen Hauptstadt machte sich Schinkel u.a. mit dem Elisenbrunnen in Aachen, der Hauptwache in Dresden und der Nikolaikirche in Potsdam einen Namen. Unter den zahlreichen Aufträgen für Mitglieder der preußischen Königsfamilie sind das Palais des Prinzen Karl,  Schloss Glienicke, Schloss Charlottenhof, Schloss Babelsberg, Schloss Stolzenfels oder Schloss Kamenz hervorzuheben.

Schinkels Werk ist ausgesprochen vielseitig und reicht von einfachen Wohnhäusern bis zu Schlössern und Kirchen, von einzelnen Einrichtungsgegenständen bis zu kompletten Innenausstattungen. Daneben beschäftigte er sich auch mit denkmalpflegerischen und städtebaulichen Fragen. Es verwundert daher nicht, dass Schinkel bereits zu Lebzeiten eine führende Stellung unter den deutschen Architekten einnahm, zumal kaum ein anderer ein Gesamtwerk von ähnlichen Dimensionen und einer vergleichbaren Tragweite aufzuweisen hatte.

Friederike Valentien
 
 
 
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Karl Friedrich Schinkel