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König Friedrich Wilhelm II. von Preussen

 
 
* 25.9.1744 in Berlin
† 16.11.1797 in Potsdam
Begräbnisstätte: Dom zu Berlin

Regierungszeit: 17.8.1786 - 16.11.1797

Vermählt (I) am 14.7.1765 mit Elisabeth Christine Ulrike Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg und (II) am 14.7.1769 mit Friederike Louise Prinzessin von Hessen-Darmstadt

Ehen zur linken Hand: Juni 1787 Elisabeth Amalie (gen. Julie) Gräfin von Voß und 11.4.1790 Sophie Juliane Gräfin von Dönhoff

8 Kinder

Auf Grund der Kinderlosigkeit Friedrichs des Großen war zunächst dessen Bruder August Wilhelm als Nachfolger bestimmt worden. Nach dessen Tod 1758 wurde sein Sohn Friedrich Wilhelm preussischer Thronfolger. Das Verhältnis des nie gründlich in die Staatsgeschäfte eingeführten Prinzen zu Friedrich dem Großen gestaltete sich jedoch spannungsreich. Friedrich Wilhelm fühlte sich von seinem Onkel nicht ernst genommen, während dieser aus seiner geringen Meinung über den angeblich unbegabten Neffen keinen Hehl machte.

Dieser besaß einen gemütvollen, wenngleich ausgesprochen triebhaften Charakter. Seine erste Ehe mit Elisabeth v. Braunschweig-Wolfenbüttel wurde nach vier Jahren wegen beidseitiger Untreue geschieden; der zweiten Ehe mit Friederike Luise v. Hessen-Darmstadt entstammten sieben Kinder. Aus der Verbindung mit von ihm zur Gräfin Lichtenau erhobenen Wilhelmine Encke sowie zwei weiteren Heiraten „zur linken Hand“ sollten sieben weitere Nachkommen hervorgehen.

Nach seiner Thronbesteigung bekämpfte Friedrich Wilhelm II. zunächst erfolglos im Bündnis mit Österreich die französischen Revolutionstruppen. Obwohl seine militärischen Fähigkeiten nicht mit denen seines Onkels Schritt halten konnten, gelang ihm in Folge der Polnischen Teilungen dennoch ein zeitweiliger Gebietszuwachs im Osten. Im 1795 geschlossenen Frieden von Basel wurde jedoch in der – vergeblichen – Hoffnung auf nachlassende Spannungen in Europa das linke Rheinufer Frankreich überlassen und Norddeutschland neutralisiert.

Das von nachfolgenden Historiografen meist klischeehaft überzeichnete Bild Friedrich Wilhelms II. wurde neben dem unter ihm herrschenden Mätressen- und Günstlingswesen auch von angeblichen spiritistischen Neigungen bestimmt, die sich bei näherer Betrachtung jedoch als durchaus zeittypisch und vergleichsweise harmlos darstellen. Seine Verdienste auf dem Gebiet der Kunst und Architektur, mit denen in Preussen der Klassizismus Einzug hielt, gelten hingegen inzwischen als unbestritten.

Ulrich Feldhahn
 
 
 
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Friedrich Wilhelm II.