Preussen.de  
 
   
Heute Familie Geschichte
 
 

Antoine Pesne

 
 
* 23. 05. 1683 Paris 
† 05. 08. 1757 Berlin

Der in Paris geborene und zunächst von seinem Vater, seinem Onkel Charles de la Fosse sowie an der Akademie unterrichtete Pesne begab sich 1705 zu Studienzwecken nach Italien. Ein von ihm angefertigtes Porträt des preussischen Gesandten in Venedig weckte das Interesse König Friedrichs I., der ihn 1710 nach Berlin berief und im Folgejahr zu seinem Hofmaler ernannte. Der unter Friedrich Wilhelm I. zunächst weiterhin vorwiegend als Bildnismaler tätige Pesne erhielt vom preußischen Thronfolger und nachmaligen König Friedrich dem Großen auch Aufträge für allegorisch-mythologische Wand- und Deckengemälde in den Schlössern Rheinsberg, Charlottenburg, Sanssouci und dem Potsdamer Stadtschloss sowie für genrehafte Szenen in der Art der „fêtes galantes“ von Jean Antoine Watteau oder Nicolas Lancret.

Seinen eigentlichen Ruhm begründeten jedoch die zahlreichen Porträts von Mitgliedern der preussischen Königsfamilie sowie verwandter Herrscherhäuser und deren Umfeld. In ihrer Verbindung von spätbarocker Repräsentation und der anmutig-einfühlsamen Auffassung des Rokoko prägen sie bis heute das Bild von der damaligen Hofgesellschaft. Mehrere Reisen führten Pesne u.a. nach Dessau, Dresden, London und Paris, wo er 1720 als Mitglied der Akademie aufgenommen wurde. Sein Einfluss blieb durch zahlreiche Schüler und die Wiederentdeckung seiner Kunst im 19. Jahrhundert lange anhaltend.

Ulrich Feldhahn
 
 
 
© 2003 Haus Hohenzollern
 
English
Presse
Newsletter
Kontakt
Impressum
Suche
Shop
Antonie Pesne, Selbstbildnis des Malers mit seinen zwei Töchtern, um 1754